Es war einmal ein
E-Bike.
Warum sehe ich das E-Bike nicht im Profi- Sport ?
Wer schonmal ein E-Bike ernsthaft, wie auf seinem 9kg - 14kg leichten High-End-Fully, leistungsorientiert gefahren ist, wird schnell bitter enttäucht sein und auf den Boden der Tatsachen gehalten werden.
Wer im Gelände 26km/h fahren kann und nur im Uphill entwas langsamer wird, kann sowas schonmal mit einem E-Bike bis 25km/h Trittunterstützung vergessen!
Im ECO-Modus auf so eine hohe Geschwindigkeit bei 25kg Materialgewicht erst Recht, dann wird es aber auch ansträngend auf einem E-BIKE, trotzdem nicht schaffbar.
Gut nun kann man sagen, ich Cheate und fahre eben die ganze Zeit im Turbo-Modus eine 24km/h.
Wo ist dann aber die Ansträngung und was einen Profi-Sport ausmacht ?
Das nächste wäre die Übersteuerung des Motors, wenn die Drehzahl (Drehmoment) nicht mehr hinterher kommt, da gibt es im Getriebe immer mal einen kleinen Ruck der einen voll aus dem Tritt-Rhytmus bringt, wo wir wieder auf dem Boden der Tatsachen geworfen werden und uns schnell klar wird dass wir es immer noch mit Motortechnik zu tun haben.
Wenn wir nun von einem offenen Motor bis 40km/h ausgehen, wären wir wieder bei der Frage nach der Ansträngung und dem Profi-Ergeiz und wo bitte schön steckt da wieder die Leistung.
Ganz davon abgesehen das immer noch 25kg Materialgewicht bewegt werden müssen und wer gewinnen möchte kann nicht nur im ECO-Modus herum tümpeln.
Nächster Punkt wären die durch und durch schlecht kalkulierten E-Bikes, wo man weniger für sein Geld bekommt.
Gib 5000€ Euro für ein E-Bike Fully aus und man hat einen Alu- Rahmen mit grottiger Austattung, gib 5000€ für ein normales Fully aus und du bekommst ein Carbon-Fully mit Traumparts.
Sowas wird sich in der Zukunft auch nicht ändern !
Was ich selbst mit erleben darf sind die Beschaffungen von Ersatzteilen, da scheitert es manchmal schon an so kleinen Dingen wie Kettenspanner oder Kettenführungen, Ritzeln usw..
Es ist viel Custom-Designt, man bekommt nichts herkömmliches bei E-Bikes, kaum was ist standardisiert, da spreche ich jetzt nicht vom Lenker, Vorbau oder Sattel.
Der Kunde hat keine Möglichkeit sich was aus anderen Quellen zu besorgen, man muss bei vielen Teilen den Kontackt zum Hersteller aufsuchen, man wird zum Sklaven der E-Bike Technik.
Ach und wenn wir schonmal beim Umbau sind, wer eigenhändig was am E-Bike umbaut ohne dass diese Teile für E-Bike zugelassen sind, wird automatisch zum Hersteller.
Diese Verpflichtung bzw. diese Verantwortung nehmen Fahrradläden ungern auf sich, und schon steht man mit seinem tollen E-Bike alleine da.
Ich hatte jetzt erst neulich 3 Kunden die sogar die Schnauze voll vom E-Bike hatten, weil die Beschaffungen für Ersatzteile einfach zu lange dauern und oft werden auch falsche Teile geliefert, weil die Hersteller bei der Vielfalt und dem schnelllebigen E-Bike-Markt kaum noch durchsehen.
Ach und einige kleinere Teile sind manchmal bereits nach 1-2 Jahren schon garnicht mehr lieferbar.
Wenn letzteres eintritt, bin ich als Händler raus, weil sich der Aufwand für ein z.b. 20 Euro Kleinteil für mich einfach nicht lohnt.
Irgendwo im WWW kursieren auch Videos von Profi-Sportlern mit E-Bikes, die können fahren, nur das 25kg schwerer Material lässt sich nicht flowig,dynamisch bewegen.
Will man sowas ernsthaft in der Glotze auf RedBull-TV sehen, wenn man CC/XC oder Marathon-Rennen schon langweilig findet ?
