Wäre der Sprung von 16 zu 24 nicht zu enorm?
Das kann nur der Nachwuchs beantworten.
Was mich wundert, ist, dass die 24er nur unwesentlich teurer oder sogar dasselbe kosten wie die 20er.
Die Entwicklungskosten für ein 20" Bike dürften ähnlich ausfallen wie für ein Bike anderer Größe.
Auch von der Ausstattung, also den verbauten Komponenten, tut sich das im Zweifel nichts wenn vergleichbare Qualität verbaut wird. Oft sind das ja sogar die gleichen Baugruppen.
Das einzige Argument, warum ein 24-er teurer sein sollte, sehe ich darin, dass dort (etwas) mehr Material für den Rahmen nötig ist - aber das dürfte in der Summe zu vernachlässigen sein.
Das ist deutlich außerhalb unseres Budgets.
Das kann ich verstehen und ich habe anfangs auch geschluckt, als ich so manche Preise gesehen habe. Bei uns werden die Bikes allerdings häufig und intensiv genutzt, so dass ich da zu Investition bereit bin. Ich bin schon der Meinung, dass es mit besseren (und damit leider auch teureren) Bikes mehr Spaß macht. Und spätestens nach dem Verkauf unseres mittlerweile fünften Kids-Bikes bin ich da voll bei
@dino113:
Vpace ist die Anschaffung etwas höher, dafür machst du bei gebrauchten kaum Verlist beim Wiederverkauf
Vpace ist extrem wertstabil, das heisst du bekommst einen grossen Teil deines Geldes wieder zurück (kann ich zu
100% bestätigen), das ist dann günstiger als irgendein Kinderbike wie z.B. das oben von dir verlinkte Ghost.
Mit den Bikes der namhaften Hersteller macht man beim Weiterverkauf kaum Verlust, insbesondere wenn man selbst gebraucht gekauft hat. Da bekommt man nach 1-2 Jahren (fast) den gleichen Preis für den man es eingekauft hat - wir sprechen da alle aus eigener Erfahrung. Der Verlust war bei allen fünf Bikes die ich bisher verkauft habe max. zweistellig - mit einem Bike habe ich sogar Gewinn gemacht.
Da sieht der Wertverlust bei den durchschnittlichen Kinderrädern alá Puky, Bulls, Ghost oder
Rockrider ganz anders aus.
Aber es bleibt auch eine Frage des Anwendungsfalls. Wenn es um ein Alltagsrad geht, dass zu 90% zur Schule/Eisdiele/etc. gefahren wird, dann würde ich auch zu einem günstigeren Bike greifen.
Wenn es um ein Sportgerät geht mit dem der Junior wirklich Mountainbiken will, dann würde ich eher mehr investieren - aber davon eben am Ende auch wieder viel zurückbekommen wenn das Bike weiterverkauft wird. Das Geld ist quasi nur geparkt.
Wie gesagt. Werde den Kleinen mal mit zum Bikeshop schleppen.
Da drücke ich die Daumen, dass die auch etwas adäquates auf Lager haben. Bei uns in der Region ist es quasi unmöglich einen Laden zu finden, der überhaupt qualitativ hochwertige Kinder-MTBs führt (also soetwas wie VPace, Early Rider, Commencal, Propain - am ehesten und mit Glück noch KUbikes). In der Regel werden in den Läden hier Straßenfahrräder in MTB Optik verkauft - was ja auch für den Durchschnittskunden passend ist, der damit sowieso nur zur Schule oder zum Fußballtraining fährt.
Und selbst falls es Auswahl gibt kommt noch die Kompetenzfrage dazu, die ja
@daniel77 schon aufgeworfen hat. Da sollte man schon selbst eine solide Vorstellung haben.
Die wenigsten Bikeshops sind in Bezug auf "sportliche" Kinderbikes kompetent. Ich würde eher nach Forumsempfehlungen etwas gebraucht kaufen als mich im Shop von irgendeinen Verkäufer, der sowieso nur das verkaufen kann/will/muss was er hat, verwirren zu lassen. Ich garantiere dir, du bekommst da entweder ein zu kleines 20" oder ein zu grosses 24" empfohlen.
Alternative zum Laden: Vielleicht habt ihr ja auch einen MTB Verein in der Umgebung, bei dem Kids mit unterschiedlichen Bikes unterwegs sind? (Z. B. in
Aachen?) Vielleicht kann man dort mal vorbeischauen, mitfahren und Bikes der anderen Kids testen? Dann bekommst Du (und der Junior) eine Vorstellung davon was passt und was nicht mehr/noch nicht geht. Die
oben genannten 20" Bikes könnt ihr auch gerne bei uns Probefahren falls es euch herverschlägt. Ansonsten hilft da virtuell auch der
Geometrie-Vergelich von Bike-Stats.
Da Kinder ja grösser werden würde ich in deinem Fall unbedingt zu einem 24" Bike greifen.
Wie ich
oben schon geschrieben hatte:
Nach meiner Einschätzung ist das ein großes "
kommt darauf an" und weit entfernt von einem "
unbedingt". Das "kommt darauf an" bezieht sich dabei auf ganz viele Faktoren, u. a. auf aktuelles Fahrkönnen, auf zukünftige Ambitionen, auf den Einsatzzweck, auf persönliche Vorlieben und vieles mehr.
Es steht aber natürlich auch das Dilemma im Hintergrund, dass Kinder nunmal wachsen und ein Bike daher meist nur kurz genau richtig passt. Wenn man da nicht ständig wechseln will/kann, dann wird es leider mindestens genauso lange unpasend (zu groß/zu klein) gefahren wie passend. Im Idealfall hat man einfach alle Größen zu Hause stehen, z. B. weil noch Bikes der älteren Geschwister da sind oder Papa schon mal für die nächste Stufe vorgeplant hat. Aber das dürfte bei den wenigstens praxistauglich sein.
Zusammengefasst:
- Wenn Ambitionen da sind das Bike als Sportgerät zu nutzen eher höherwertig kaufen. Dabei vom Preis nicht abschrecken lassen, da der Wiederverkaufswert ebenfalls hoch ist.
- Idealerweise die potentiellen Kandidaten probefahren - z. B. im Verein, an Spots in der Nähe, ggf. bei privaten Anbietern (Kleinanzeigen, Bikemarkt, etc.), vielleicht auch Mit-Foristen - um ein Gefühl dafür zu bekommen was tatsächlich passt und Spaß macht.