Teil 3: Vinschgau-wir kommen
Nachdem mein Bedarf zumindest auf Wandern/Klettern für die nächsten Monate gestillt war ging unser Tripp nun weiter. Erstmal mit dem Auto von der Talstation der Fellhornbahn (ich hatte fälschlicherweise in den ersten Teilen des Berichts von der Nebelhornbahn geschrieben) zum Bahnhof nach Oberstdorf. Hier luden wir dann Hans ab, der sich per Bahn wieder auf den Heimweg machte. Derweil entschieden wir uns schon einen Stück des Weges Richtung Vinschgau am heutigen Abend zu absolvieren. Für die komplette Strecke war es schon ein wenig spät und so schafften wir es bis Weißenbach im Lechtal wo wir uns ein Hotel suchten.
Die Mahlzeit, die Claus hier zu sich nahm sollte ihm wohl später noch zum Verhängnis werden (oder war es doch das Wasser aus einem der Bäche auf der Klettertour ?)
Am nächsten Morgen ging die Reise dann weiter Richtung Süden....das war auch dringend nötig: Regnete es doch in Österreich Bindfäden.
Über den Hahntennjochpass (den kannte ich vorher auch nicht) in das Inntal und weiter über den Reschenpass in das
Vinschgau:
(Dies ist kein Bild direkt vom Reschenpass. Es soll nur zeigen was im Vinschgau hauptächlich angebaut wird: Nämlich Äpfel)
Und wie man es schon öfter gehört hat: Hinter dem Reschenpass klarte es auf.
Weiter nach Goldrain in das Hotel
Obermoosburg
Eine Empfehlung der Ombas. Eine sehr gute Empfehlung übrigens. Leider waren wir allerdings nicht die Einzigen, die das wussten und so gab es nur noch 2 Einzelzimmer für uns.
Von der ersten 10 km Singletrailtour zu den Annaberger Böden fehlen leider Fotos.
Dieses hatte 2 Gründe:
1. hatte ich keine Kamera dabei und 2. wären die Bilder wohl auch alle ziemlich grünstichig geworden. Diese Farbe hatte nämlich das Gesicht meines Fotofahrers angenommen. Die genaue Ursache wissen wir bis heute nicht, aber irgendwie wollten Magen und Darm von Claus nicht mehr so richtig, sodas er die herrliche Abfahrt dann nur noch in Trance mitbekommen hat.
Nachdem er sich dann die letzten Mahlzeiten am Abend noch mal durch den Kopf hat gehen lassen, war er am nächsten Tag doch so weit genesen, dass er die Tour mit fahren konnte.
Plan: Bis Schluderns auf der Via Claudia und dann über den Sonnenberzugtrail zurück.
Die Via Claudia Augusta ist ein Radwanderweg auf den Spuren der alten Römerstraße (
Wikipedia), hauptsächlich auf Asphalt und durch die Apfelplantagen verlaufend:
Aber auch einige Schotterpassagen an der Etsch bzw. sogar ein Singletrail (war natürlich nicht die ausgeschilderte Route) gab es zu bewältigen.
Nach 30 km rollen kamen wir dann in Schluderns an und unterhalb der Churburg...
...ging es nun in den Sonnenberger Zugtrail.
Man muß dazu sagen: Dieser Trail ist kein komplett markierter Weg, sondern eine Aneinanderreihung von verschiedenen Wanderwegen. Anfangs noch auf Schotter:
lief die Strecke teils durch herrliche Kiefernwälder, teils am freien Hang zurück Richtung Goldrain.
Nach nicht allzu langer Zeit wurde die Sache dann Einspurig:
...was für ein SPASS.
Aber auch die Schattenseiten dürfen nicht unter den Tisch gekehrt werden. Einige abenteuerliche Tragestellen durch Schnee und Windbruch warteten auf uns:
Auf der Hälfte der Strecke musste Claus dann leider die Segel streichen- so ganz machte sein Magen dann doch noch nicht mit.
Ich probierte mich dann auch noch am 2ten Teil der Strecke und machte die erste Erfahrung mit den Waalwegen:
Am Ende der Tour hatte ich das Gefühl dass ich den Track in die "falsche" Richtung befuhr: Enge steile Serpentinen hinauf- Asphalt wieder runter- aber egal- hier war ich nicht das letzte Mal. Und als Abschluss gab es dann wieder einen endlos langen Pfad Richtung Goldrain.