scheibenbremsenscheiben

Registriert
27. Oktober 2005
Reaktionspunkte
0
Ort
Penzberg/Bayern
hallo,

hab mir neulich ein neues 20" gegoennt, naemlich das monty 221 pro full disk.

es ist mein erstes trial mit scheibenbremse hinten. die bremswirkung ist aber aeusserst schlecht. ich habe das bike jetzt schon 3 mal > 1h hier ansaessigen berge hochgeschoben und bin runtergebremst, aber keine besserung.

die scheiben sehen recht windig aus, die bremsen sind magura marta, hab das rad grade nicht zur hand, denke aber 160mm.

wieviel der bremsleistung macht denn die scheibe aus? macht es sinn, eine bessere scheibe zu versuchen? koennte sich dadurch die bremsleistung derart erhoehen, dass die bremse von unbrauchbar auf fast so gut wie hs33+flex wechselt?

wenn ja, welche scheiben bieten sich an?

wenn nein, wie siehts auch mit wechseln der kompletten bremse, gibt es killer trial scheibenbremsen, oder muss ich einfach nur auf magersucht umstellen, damit die bremse es etwas leichter hat mit mir :p
 
Moin,
da jeder sowieso seine eigene Philosophie bezueglich der erhofften Bremsleistung hat, beschreibe ich nun auch mal mein.
(Praeferenzen: Kfz-Mechatroniker, bei BMW gelernt; 2 Semester Maschinenbau...)


Bremsscheibe:

1. Die Loecher in den Scheiben dienen dazu, das Fading (verlust von Bremsleistung unter Waermeeinwirkung) zu reduzieren. Wasser und Abriebe der Bremsklötze werden schnell abgefuehrt und ermoeglichen einen optimaleren Reibwert. (Innenbelueftet waere auch eine Option, ist aber auf Grund der geringen Rotationsgeschwindigkeit beim Fahrrad eher von fragwuerdigem Sinn)

Ergo: GLEICHBLEIBENDE Bremsleistung unter langer Belastung

2. Die Groesse der Bremsscheibe ist fuer die Bremsleistung nur insofern relevant, da sich durch den groesseren Durchmesser das Material besser Abkuehlen kann. Ausserdem hat sie aufgrung dergroesseren Flaeche eine hoeher Standzeit (Lebensdauer)

Ergo: Gleichbleibende Bremsleistung unter laengerer Belastung (siehe 1)

Um nun tatsaechlich eine hoeher Bremsleistung zu erreichen muss also der Reibwert zwischen Bremsscheibenmaterial und Bremskloetzen erhoeht werden. (zB: weichere Kloetze, oder Bitum) Im Kfz Bereich besorgt man sich deswegen meist Bremssaettel, die einen groesseren Kolbendurchmesser haben, als die vorhadene Anlage(zB: Brembo 4-Kolben). Dieses Prinzip wird bei unseren Scheibenbremsen natuerlich auch greifen.^^...

Stahlflexleitungen:

Grundsatz:
Druck breitet sich in Fluessigkeiten zu allen Richtungen gleich aus.
Stahlexleitungen sorgen fuer einen genaueren Druckpunkt und ein direkteres Ansprechen der Bremse (linerarer Leistungsanstieg auf Grund der Unfaehigkeit, den Querschnitt zu aendern, gegenueber Gummileitungen.)

Bremsfluessigkeit:
Unter Druck erhitzt sich die Fluessigkeit und die Sauerstoffmolekuele vergroessern ihr Volumen oder spalten sich gar ab, sobald der Siedepunkt der Fluessigkeit erreicht ist. Da diese Sauerstoffteilchen komprimierbar sind, laesst die Bremsleistung ebenfalls bei mehrmaliger Nutzung hintereinander nach(Bremse wird weich). Eine Bremsfluessigkeit mit hohem Siedepunkt ist daher sinnvoll, um diesem Effekt vorzubeugen.

So...und jetzt hol ich mir nen Kaffee...hoffe ich hab nichts wichtiges vergessen...
 
2. Die Groesse der Bremsscheibe ist fuer die Bremsleistung nur insofern relevant, da sich durch den groesseren Durchmesser das Material besser Abkuehlen kann. Ausserdem hat sie aufgrung dergroesseren Flaeche eine hoeher Standzeit (Lebensdauer)

Ergo: Gleichbleibende Bremsleistung unter laengerer Belastung (siehe 1)

:confused: Naja...

Größere Scheibe = Mehr Bremskraft !!! (Hebelgesetz)

(zumindest bei ansonsten gleicher Scheibe)


@ G.o.D

Was für Beläge fährst du?
 
isah hat recht. Wenn du annähernd die Performance einer HS33+Flexung+Bitumen haben willst, dann gibts nur die 2007er Hope Mono Trial :love::anbet:
 
@ G.o.D

Was für Beläge fährst du?

die die drin wahren ;)

naja, dann werd ichs mal mit der hope mono probieren, die scheint ja auch beim 221 titan drin zu sein, wieder einmal raecht es sich, dass ich bei monty zum billigeren modell gegriffen habe - zumal ich eh schon einige teile gegen die titan variante umgeruestet hab - manche lernens halt nie :heul:

danke fuer die antworten (und die ausladende einfuehrung in die physikalischen grundgesetze der bremskraft, rebuild ;) )
 
vll hast du die beläge auch einfach nur falsch eingebremst. Und sie sind glasig. Bau sie mal aus und schau sie dir an. Ist irgendeine Flüssigkeit ausser Wasser auf die Scheibe gekommen (Kettenöl, WD40, Bremsenreiniger, sonstiges) ?

Schleif mal die Beläge etwas ab und reinige sie und die Scheibe unter fließendem Wasser und bau sie wieder ein, und fahr damit einfach mal ein bisschen.

MFG
 
Ich hab noch nie gehoert das jemand mit ner Marta am Hr zufrieden war. Mir hat die Marta nichtmal vorne gereicht, auf jeden Fall nicht zum Blockieren. Das Teil ist imo einfach zu schwach, egal ob Coolstop oder nicht...
 
:confused: Naja...

Größere Scheibe = Mehr Bremskraft !!! (Hebelgesetz)

(zumindest bei ansonsten gleicher Scheibe)


Aehm... wenn Rotationsmoment, das durch die Drehbewegung des Rades auf die Scheibe uebertragen wird den gleichen Hebel hat, wie das gegenlaeufige Moment, dass vom Sattel aus als Bremskraft uebertragen wird, sollte es keine Rolle mehr spielen, welchen Radius die Scheibe hat.

Actio = Reactio
 
:confused: Naja...

Größere Scheibe = Mehr Bremskraft !!! (Hebelgesetz)

(zumindest bei ansonsten gleicher Scheibe)


Aehm... wenn Rotationsmoment, das durch die Drehbewegung des Rades auf die Scheibe uebertragen wird den gleichen Hebel hat, wie das gegenlaeufige Moment, dass vom Sattel aus als Bremskraft uebertragen wird, sollte es keine Rolle mehr spielen, welchen Radius die Scheibe hat.

Actio = Reactio

hä sind jetzt die professoren ausgebrochen. oder wie das ganze jetzt noch mal auf deutsch bitte. du meinst jetzt das ne größere scheibe nichts bring oder hab ich da was falsch verstanden? weil das würde ich dann mal als falsch ansehen.
 
@rebuilt sag mal bist du noch in der ausbildung oder haste schon ausgelernt?

nimm dir mal ein rad mit gleicher bremse am vr und einmal mit ner kleinen scheibe und dann mit ner großen also z.b. ne 160mm und ne 203er scheibe. und berichte dann mal was passiert. weis ja nciht was du gelernt hast aber na ja. probier das mal.
 
...was ich gelernt hab steht oben. Wir hatten das waehrend der Ausbildung mal fuer eine Kupplung (gleiches Prinzip wie eine Bremse) ausgerechnet. Ne vom durchmesser groessere Kupplung kann keine groesseren kraefte uebertragen als die im Querschnitt kleinere bei gleicher Auflage. (kleine Scheibe zu grosser Scheibe...ist das gleiche...)

Aber das glaubt einem eh nie jmd...deswegen die obige Einleitung...
 
ich mach auch kfz mechatroniker. berechnen kann man viel aber ist wirklich so wenn man ne größere scheibe hat hat man auch mehr bremskraft bei gleicher handkraft. habs beim mir am rad gehabt. und magura hat da son schönes diagramm gehabt was die bremsleistung mit unterschiedlicher scheiben größe darstellt finde das bloß gerade nicht. ob man jetzt die kupplung mir ner disk vergelichen kann bin ich mir jetzt nicht sicher ist schon fast das gleiche aber halt nur fast. aber mal zurück zum eigentlichem thema.


@g.o.d
wie lange haste das rad jetzt? es kann sein das du die halt verglast hast beim berg runter fahren wie oben schon gesagt abschleifen und noch mal einfahren aber nicht so das sie gleich anfängt zu glühen also bissel behutsam. wenn das auch nicht geht. dann neue beläge ich fahre kool stop und bin zufrieden.
 
wie lange haste das rad jetzt? es kann sein das du die halt verglast hast beim berg runter fahren wie oben schon gesagt abschleifen und noch mal einfahren aber nicht so das sie gleich anfängt zu glühen also bissel behutsam. wenn das auch nicht geht. dann neue beläge ich fahre kool stop und bin zufrieden.

das rad ist quasi neu, hat vielleicht so 10 trial fahrten hinter sich. die bremskraft hat sich nach meinen bergfahrten aber weder verbessert noch verschlechtert. da ich absolut 'psychische probleme' habe, mit einem rad zu fahren in das ich kein vertrauen habe, werd ich wohl lieber gleich auf die hope wechseln, aber der monty shop hat grade nur 2 vorderradbremsen im programm :rolleyes:
 
hab das gleiche rad und hatte die gleichen probleme. hinten hilft nur ne hope, is die einzigste die wirklich dicht macht, wennst sie schön einfährst (heiss werden lassen -> wasser drüber usw.). vorne hab ich noch die marta + koolstop + hope scheibe, was aber auch nicht wirklich viel verbessert hat. aber mir reicht die bremskraft für vorne.
 
...was ich gelernt hab steht oben. Wir hatten das waehrend der Ausbildung mal fuer eine Kupplung (gleiches Prinzip wie eine Bremse) ausgerechnet. Ne vom durchmesser groessere Kupplung kann keine groesseren kraefte uebertragen als die im Querschnitt kleinere bei gleicher Auflage. (kleine Scheibe zu grosser Scheibe...ist das gleiche...)

Aber das glaubt einem eh nie jmd...deswegen die obige Einleitung...

Versuch mal nen sich drehendes Rad (nicht schnell) mit der Hand an den Speichen nahe der Felge zu bremsen und dann an den Speichen in der Nähe der Nabe. Wenn du das ausprobiert hast, weißt du, dass deine Aussage FALSCH ist.

Probieren geht immer noch über Studieren!!!
 
Genau, sonst würden sich ja nicht 100te von 26" trialern ne 180mm Scheibe vorne dran klatschen wenns ne 160er genauso tun würde! Man würde ja sogar noch Gewicht sparen ;-)
 
Moin,
da jeder sowieso seine eigene Philosophie bezueglich der erhofften Bremsleistung hat, beschreibe ich nun auch mal mein.
(Praeferenzen: Kfz-Mechatroniker, bei BMW gelernt; 2 Semester Maschinenbau...)


Bremsscheibe:

1. Die Loecher in den Scheiben dienen dazu, das Fading (verlust von Bremsleistung unter Waermeeinwirkung) zu reduzieren. Wasser und Abriebe der Bremsklötze werden schnell abgefuehrt und ermoeglichen einen optimaleren Reibwert. (Innenbelueftet waere auch eine Option, ist aber auf Grund der geringen Rotationsgeschwindigkeit beim Fahrrad eher von fragwuerdigem Sinn)

Ergo: GLEICHBLEIBENDE Bremsleistung unter langer Belastung

2. Die Groesse der Bremsscheibe ist fuer die Bremsleistung nur insofern relevant, da sich durch den groesseren Durchmesser das Material besser Abkuehlen kann. Ausserdem hat sie aufgrung dergroesseren Flaeche eine hoeher Standzeit (Lebensdauer)

Ergo: Gleichbleibende Bremsleistung unter laengerer Belastung (siehe 1)

Um nun tatsaechlich eine hoeher Bremsleistung zu erreichen muss also der Reibwert zwischen Bremsscheibenmaterial und Bremskloetzen erhoeht werden. (zB: weichere Kloetze, oder Bitum) Im Kfz Bereich besorgt man sich deswegen meist Bremssaettel, die einen groesseren Kolbendurchmesser haben, als die vorhadene Anlage(zB: Brembo 4-Kolben). Dieses Prinzip wird bei unseren Scheibenbremsen natuerlich auch greifen.^^...

Stahlflexleitungen:

Grundsatz:
Druck breitet sich in Fluessigkeiten zu allen Richtungen gleich aus.
Stahlexleitungen sorgen fuer einen genaueren Druckpunkt und ein direkteres Ansprechen der Bremse (linerarer Leistungsanstieg auf Grund der Unfaehigkeit, den Querschnitt zu aendern, gegenueber Gummileitungen.)

Bremsfluessigkeit:
Unter Druck erhitzt sich die Fluessigkeit und die Sauerstoffmolekuele vergroessern ihr Volumen oder spalten sich gar ab, sobald der Siedepunkt der Fluessigkeit erreicht ist. Da diese Sauerstoffteilchen komprimierbar sind, laesst die Bremsleistung ebenfalls bei mehrmaliger Nutzung hintereinander nach(Bremse wird weich). Eine Bremsfluessigkeit mit hohem Siedepunkt ist daher sinnvoll, um diesem Effekt vorzubeugen.

So...und jetzt hol ich mir nen Kaffee...hoffe ich hab nichts wichtiges vergessen...

Da muss ich mal wieder meinen Senf dazugeben, weil ich echt sauer werd, wenn Leute wie du so einen Müll schreiben! Null Ahnung von Trial, aber einfach rumklug********rn, was man in irgendnem Studium/Ausbildung oder in Physik gelernt hat. Solltest mal mit gesundem Menschenverstand an des Thema rangehen und dir dein eigenes Bild machen und nich von nem Buch was ablesen und auswendig lernen! Fachidiot sag ich da nur!

Fading, erhitzen, Siedepunkt, lange Belastung und der ganze Mist ist beim trial total irrelevant. Aber Hauptsache Wissen rauslassen.. man man man
 
Hoer mal Freundchen! Das geht auch mit etwas gepflegteren Umgangsformen!

Ich kann nichts dafuer, dass dein "gesunder Menschenverstand" dich nur wissen laesst, was du sehen kannst.

Und soweit ich das sehe, begruendet sich deine fachliche Kompetenz lediglich aus deinem Nick... Ich erzittere quasi beim Anblick eines so beruehmten Names. Damit musst du einfach recht haben...Aber fachliche Kompetenz ist ja nichts fuer dich... Faellst du eigentlich von der Erde runter, wenn du zu lange in eine Richtung gehst?

Zurueck zum Thema:

Waere die Aussage mit der Bremsscheibengroesse nicht so banal, haette ich sie wahrscheinlich nicht so lange behalten. Das diese dem normalen Empfinden bezueglich der Bremsleistung und dem logischen Urteilvermoegen wiederspricht, will ich nicht leugnen... Ich werd mal schauen, ob ich die Aufgabe nochmal finde. bzw ob ich meine "These" anderweitig belegen kann. Falls ich mich geirrt habe...nunja...dann ist es nunmal so...
 
Über dieses Thema habe sich auch schon im "Bremsen-Forum" die Leute gegenseitig die Köpfe eingeschlagen...

Eine technisch fundierte Aussage, warum denn die Bremskraft mit größerer Scheibe als stärker empfunden wird, obwohl das nicht sein kann(???), würde mich auch interessieren.
 
So hab hier mal bei Paint a bissl rumgekritzelt.
Hebel.JPG


Demnach ist die Kraft die man aufwenden muss bei einer größeren Scheibe geringer!
 
Man muss nicht großartig Mathematik auspacken um zu wissen das man durch einen längeren Hebel mehr Kraft aufbringen kann.
Bin auch immer wieder erstaunt das es Leute gibt die das anscheinend nie (von sich aus) begriffen haben.

Rebuild. Eine Bremscheibe ist nichts weiter als ein Hebel. Du sagt die länge des Hebels ist egal.
Würde das stimmen könnte man die Schrauben eines Autorades auch locker mit nem Taschenmesser ab- bzw anschrauben. So riesen Dinger wie im bild sind deiner Aussage nach nutzlos

Product-200689145115.jpg


Ach ja. Außerdem wäre es deiner Aussage nach egal ob eine Spielplatzwippe gleichlange Wippen hat oder nicht. Wenn eine Seite 3 Meter lang ist und eine nur 50 cm würden sie nach deiner Aussage perfekt balanzieren wenn man auf beide seiten 10kg stellt.
 
Also eigentlich habe ich gesagt, dass das Moment des Rades, die durch die Rotation erzeugte Kraft, wenn man so will, sich des gleichen Hebels bedient, wie ihre entgegengesetzte Kraft, welche durch die Reibung am Bremssattel angreift. Bis zum Punkt des Stillstandes des Rades, gelten an der Scheibe meiner Meinung nach die Gestze der Dynamik. Ueber das ,ich glaube es heisst l'Ambertsche Prinzip, kann man diese erst in ein feststehendes System uebertragen, in welchem dann die Newton'schen Axiome gelten. Sprich Aktion=Reaktion, bzw Kraft=Gegenkraft. Falls dieses Prinzip dann greift, waere der Hebel egal... F*r-F*r=0 waere dann die Gleichgewichtsbedingung fuer dieses System und gleichsam erfuellt.



Was daran jetzt so urkomisch fuer den ein oder anderen sein soll versteh ich allerdings nicht...
 
Zurück