Dreh-Momente am Dienstag: Können Carbon-Fahrräder recycelt werden?

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Dreh-Momente am Dienstag: Können Carbon-Fahrräder recycelt werden?

Fahrräder aus Carbon sind nicht mehr wegzudenken - allerdings stellen sie aus Sicht der Nachhaltigkeit ein Problem dar. Mittlerweile gibt es immerhin Carbonteile, in deren Beschreibung irgendetwas mit Recycling steht. Grund genug, sich das Thema etwas genauer anzuschauen.

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Dreh-Momente am Dienstag: Können Carbon-Fahrräder recycelt werden?

Wer von euch denkt beim Kauf von Carbonprodukten über die Verwertung des Werkstoffs am Ende des Fahrspaßes nach?
 
Der Beitrag weiter oben über die Müllberge könnte Deine Frage beantworten, aber ich glaube den Wettlauf verlieren wir, die Müllberge wachsen schneller wie die Ideen, um sie zu beseitigen. Ich bin Optimist mit Erfahrung ;)
Glaubst Du nicht, daß in den nächsten hundert Jahren nicht die passenden Lösungen gefunden werden?
Oder ist jetzt alles für immer und ewig ausentwickelt?
 
Das Thema Carbon zu recyclen ist mit Sicherheit nicht unwichtig, jedoch sind ein paar Punkte gerade im Vergleich mit Alu nicht ganz fair dargestellt:
  • Bei Carbon wird immer die geringere Qualität des Recycling outputkritisiert, aber das ist fast bei allen Materialien beim reciclen der Fall, gerade da es vermutlich schwierig ist bei einem alten Rahmen u erkennen was dasfür ein Material ist
  • Fahrradrahmen sind vermutlich auch als Alurahmen schwer zu Recyclen, da im verhältnis zum Material viel Lackanteil vorhanden ist. Dieser muss aufwändig entfernt erden um Am Ende ein Hochwertiges Matreial zu erhalten. Mich würde mal Inteessieren wie viele Fahrradrahmen wirklich recycled werden und ich denke es kommt maximal eine Aludose raus. Also auch weit entfernt von ich baue einen Rahmen aus 100% recycleten Aluminium Rahmen, wie es am ende des Beitrags für Carbon erwünscht war.
Ich will nicht die Situation beiCarbon gut heißen aber es ist bei den anderen Materialien nicht so gut wie es dargestellt wird. Weenn eine CNC Bude reines 7075er Alu verwendet dieses Sortenrein abgibt, wird was recht hochwertiges möglich sein aber nicht über jahre gefahrene Frahrradrahmen.
Die vermutlich größere Umweltbelastung liegt an Produktion (Umweltumgang) in Asien und den großen Transportwegen, als im Recycling Thema, auch hier werden Produkte die Langlebig sind den besseren Effekt ausüben wie Schnellebige parts die man vielleicht irgendwie recyclen kann.
 
Die Hersteller könnten natürlich auch umdenken. Ein Carbonrahmen kann oft repariert werden. Statt dessen erwarten ja sogar einige Hersteller dan man ihnen einen Beweis schickt das man den angeknacksten Rahmen komplett unbrauchbar macht.
Mir fallen aktuell auch nur Drittanbieter ein, die professionelle Reparaturen durchführen. Die Hersteller selber machen da so weit ich weiss gar nichts. Zumindest nicht die Großen und Bekannten Marken die wahrscheinlich 99% des Marktes ausmachen.
 
Die Hersteller könnten natürlich auch umdenken. Ein Carbonrahmen kann oft repariert werden. Statt dessen erwarten ja sogar einige Hersteller dan man ihnen einen Beweis schickt das man den angeknacksten Rahmen komplett unbrauchbar macht.
Mir fallen aktuell auch nur Drittanbieter ein, die professionelle Reparaturen durchführen. Die Hersteller selber machen da so weit ich weiss gar nichts. Zumindest nicht die Großen und Bekannten Marken die wahrscheinlich 99% des Marktes ausmachen.
Ja ist schade, aber genauso ist's bei Autos ja auch, da werden nur noch Baugruppen ausgetauscht, reparieren tut da keiner was, zumindest bei den Hersteller-Vertragswerkstätten
 
das ist auch nicht ganz so einfach... Hochfeste Stähle, Mehrphasenstahl, hochfeste Alu-Legierungen...das kann kaum noch einer vernünftig (eigenschaftsgleich und bezahlbar) reparieren. Reparatur war am Anfang immer ein Argument gegen Carbon, allerdings ist das fachgerecht machbar. Natürlich bedarf es auch dafür entsprechendes Know How. Und sowas kostet Geld.
Und dann passiert das gleiche wie bei allen Sachen: wirtschaftlicher Totalschaden. Neu Kaufen ist billiger, hipper, viel schöner, etc. Also warum sollte man reparieren? Ich sehe da das größte Problem. Bei Jeans gehts doch auch, je mehr Patina, desto cooler (zumindet für die meisten).
Wenn also das Bewusstsein für Qualität und lange Lebensdauer geweckt wird, verbunden mit dem Wunsch die Lebensdauer durch Reparatur zu verlängern, dann wird da was draus. Weniger Herstellen = weniger Müll und mehr Möglichkeiten für Recycling
 
Wenn also das Bewusstsein für Qualität und lange Lebensdauer geweckt wird, verbunden mit dem Wunsch die Lebensdauer durch Reparatur zu verlängern, dann wird da was draus. Weniger Herstellen = weniger Müll und mehr Möglichkeiten für Recycling
Wird Zeit, dass Patagonia auch endlich Fahrräder baut 😅
 
Wird Zeit, dass Patagonia auch endlich Fahrräder baut 😅
Achso, du meinst den Typ, der der selbst beim umwandeln seiner Firma in eine Stiftung Greenwashing betreibt und verdeckt, dass es darum geht die Erbschaftssteuer zu umgehen?

Da hoffe ich mehr auf Löffler, die haben schon früh Forschung getrieben um weg von PFC zu kommen. Und gleichzeitig ihre Produktion in Österreich zu halten.
 
Hat da nicht Vaude schon sehr früh angefangen? Habe selber eine Ecolog Doppel-Jacke aus Mitte der 90er von denen. Die haben damals schon ein Recyclingnetzwerk initiiert und die Jacke war deswegen auch aus sortenreinen Material, um sie einfach Recyceln zu können.
War allerdings bis jetzt nicht nötig, die ziehe ich für schmutzige Arbeiten am/im Haus und Garten immer noch an.

PFC frei ist bei Vaude seit 2018 und PFAS frei inzwischen auch.
 
Das sind einzelne Firmen, wo es eben funktioniert. Man könnte jetzt Trigema mit Wolfgang Grupp anführen: schaut her; Produktion in Deutschland funktioniert! Warum in Indien, Bangladesh, Pakistan,... eine Klamottenproduktion?
Trigema kostet aber nicht ab 5,90€.
Nicht jeder kann sich dort Kleidung kaufen und nicht jeder Normalverdiener ein schönes Fahrrad bei einem zertifizierten Umweltschutz- Nachhaltigkeits- alles-recycle- fairpay- Hersteller.
Dann kann man eben nur als Gutverdiener Radsport in der Freizeit betreiben.
 
Wenn also das Bewusstsein für Qualität und lange Lebensdauer geweckt wird, verbunden mit dem Wunsch die Lebensdauer durch Reparatur zu verlängern, dann wird da was draus.
Das war alles schon mal so, in diesem Punkt haben wir uns kollektiv zurückentwickelt. Fehlt nur noch das es als neues Bewusstsein/Leitbild gefeiert wird. :rolleyes:
 
Das hat anfangs funktioniert. Warum wohl fährt der Käfer und mancher Oldtimer heute noch? Das war Qualität für Jahrzehnte. Könnte man heute genauso herstellen, vielleicht sogar noch besser.
Wir hatten in der Firma uralte Drehmaschinen und Tischbohrmaschinen. Die liefen immer noch sehr genau. Die neue CNC musste viel früher getauscht werden. Heute läuft das warscheinlich alles über Leasing. Muss also nur die Laufzeit überstehen.
Alles was repariert wird, und gute Qualität hat hält länger. Aber irgendwann haben alle alles. Was will man dann noch verkaufen?
Lösung für solche Fälle ist geplante Obsoleszens. So muss der Kunde immer nachkaufen und der Händler hat immer wieder Rechnungen geschrieben und Geld verdient.
Ein Kreislauf, der ökonomisch sinnvoll ist, ökologisch aber eine Katastrophe.
 
Kommt gerade im Frühstücksfernsehen. Der Deutsche produziert im Durchschnitt 240 kg Verpackungsmüll pro Jahr. Da steckt evtl. für jeden von uns ein Haufen Potential drin, es besser zu machen.
Dagegen ist der Radlrahmen eher eine kleine Nummer.
Je länger das Carbonteil gefahren wird, desto besser seine Umweltbilanz (gilt natürlich für Produkte jeglicher Art).
Machen wir uns eigentlich beim Kauf eines Autos, einer Waschmaschine, eines neuen Handy's etc. ebenfalls soviel Gedanken über den Herstellungs- oder Recyclingprozess?
Ich kann für mich sagen: Eher nein. Wenn das alte Gerät kaputt ist, kauf ich halt ein Neues.
Was benötigt wir, wird gekauft. Verzicht auf ein Carbonbike wird vermutlich die Umwelt nicht retten. Eher uns Kaufverhalten insgesamt.
Ich bin der Meinung, dass eine gesunde Mischung aus "so viel wie nötig" und "so wenig wie möglich" in allen Bereichen der Schlüssel zu einer Verbesserung sein kann.
Einen Feldzug gegen Carbonrahmen halte ich persönlich für wenig sinnvoll. Evtl. können die Fertigungsprozesse weiter optimiert werden, so dass in naher Zukunft weniger Verschnitt und Energiebedarf entsteht.
Mal nur so laut gedacht: Ja, ich fahre einen Carbonrenner. Flieg ich nach Malle zum alljährlichen Trainingslager? Nein. Ich steige vor der Haustür aufs Bike und drehen meine Runde. Dabei produziere lediglich ich ein wenig CO2. Ich höre oft in meinem Umfeld' dass was für den Umweltschutz getan werden muss und trotzdem sind die Flughäfen Jahr für Jahr noch voller.
Trotzdem verteufel ich nicht alles, nur weil es schlecht für die Umwelt ist. Dahinter stecken immer Arbeitsplätze und damit Existenzen, die letztendlich überleben wollen und müssen. Das Problem ist mMn vielschichtig und daher nicht von heute auf morgen zu lösen. Aber im Kleinen kann ich jeden Tag aufs Neue anfangen.
 
Das hat anfangs funktioniert. Warum wohl fährt der Käfer und mancher Oldtimer heute noch? Das war Qualität für Jahrzehnte. Könnte man heute genauso herstellen, vielleicht sogar noch besser.
Wir hatten in der Firma uralte Drehmaschinen und Tischbohrmaschinen. Die liefen immer noch sehr genau. Die neue CNC musste viel früher getauscht werden. Heute läuft das warscheinlich alles über Leasing. Muss also nur die Laufzeit überstehen.
Alles was repariert wird, und gute Qualität hat hält länger. Aber irgendwann haben alle alles. Was will man dann noch verkaufen?
Lösung für solche Fälle ist geplante Obsoleszens. So muss der Kunde immer nachkaufen und der Händler hat immer wieder Rechnungen geschrieben und Geld verdient.
Ein Kreislauf, der ökonomisch sinnvoll ist, ökologisch aber eine Katastrophe.
Finde mal noch Leute, die Lust und Interesse haben, an solchen alten Drehmaschinen zu arbeiten. Das sind 7,5 h konzentrierte Arbeit im Stehen.
Am CNC Bearbeitungszentrum ist es dagegen wesentlich entspannter, zumindest wenn das läuft.
Und vor allem ist es günstiger, auf der CNC zu fertigen.
Da gibt es einen Einrichter und der Rest können notfalls KnöppeDrücker sein.
Das sind einzelne Firmen, wo es eben funktioniert. Man könnte jetzt Trigema mit Wolfgang Grupp anführen: schaut her; Produktion in Deutschland funktioniert! Warum in Indien, Bangladesh, Pakistan,... eine Klamottenproduktion?
Trigema kostet aber nicht ab 5,90€.
Nicht jeder kann sich dort Kleidung kaufen und nicht jeder Normalverdiener ein schönes Fahrrad bei einem zertifizierten Umweltschutz- Nachhaltigkeits- alles-recycle- fairpay- Hersteller.
Dann kann man eben nur als Gutverdiener Radsport in der Freizeit betreiben.
Mal ehrlich, würdest du dich bei Trigema an die Nähmaschine setzen, wenn du dank deiner Bildung etwas besser bezahltes machen kannst?
 
Die Hersteller könnten natürlich auch umdenken.
Stimmt 100 % - aber, so schnell wird es nicht passieren (heißt auf Menschlich übersetzt: erst dann, wenn es zu spät ist).
Eigentlich bräuchte es einen gesetzlichen Zwang.
Rücknahme nach Ende der Nutzung verpflichtend, egal wie lange -> muss vom Hersteller recycled werden -> man wird sich angesichts der Kosten dafür automatisch besser überlegen, wie man in Zukunft baut (fände ich aber bei anderen Branchen erstmal dringender als in der Fahrradindustrie Smartphone*hust*Apple*hust).
Das Produkt muss ja nicht unzerstörbar sein, aber mindestens recyclingfreundlich.
Die Kosten würden im Endeffekt sicher auch die Kunden mittragen, aber sie sind ja eben auch Teil des Kreislaufs.
Moment mal, warum muss ich gerade an Atommüll denken? O.o
Ohne Recycling, Kunde zahlt trotzdem für die Entsorgung... Top Konzept aus Sicht der Betreiber. Tja, der Gesetzgeber sollte eben wirklich auch mal lobbyfrei sein xD
 
Je länger das Carbonteil gefahren wird, desto besser seine Umweltbilanz (gilt natürlich für Produkte jeglicher Art).
Machen wir uns eigentlich beim Kauf eines Autos, einer Waschmaschine, eines neuen Handy's etc. ebenfalls soviel Gedanken über den Herstellungs- oder Recyclingprozess?
Ich kann für mich sagen: Eher nein. Wenn das alte Gerät kaputt ist, kauf ich halt ein Neues.

Stimme ich zu. Nachweislich hält ein CfK-Rahmen siebenmal länger als ein Alu-Rahmen. Voraussetzung ist aber sehr gute Verarbeitung und keine Unfälle. Das ist nicht immer der Fall.
Oft wird der Rahmen oder das ganze Fahrrad aber schon nach ein paar Jahren verkauft. Wer fährt denn bis zum Bruch oder wechselt einzelne Teile? Teilweise ist es auch gar nicht möglich, weil spezielle Teile wie Sattelstütze usw. nicht mehr verfügbar sind. Bei Autos gibt's zum Teil auch nichts mehr. Sobald etwas einen wirtschaftlichen Totalschaden hat, repariert man nicht mehr. Selbst wenn es noch möglich wäre.
Wer nicht selbst schraubt, dem legt der Mechaniker nahe sich doch etwas neues zu kaufen. Weil der Stundenlohn incl. Teile den Wert des Fahrrads oder Autos übersteigt.
Gedanken machen sich sicherlich Einige, aber wie will man das beeinflussen? Man kann als Kunde dem Hersteller nicht vorschreiben wie er etwas herzustellen hat. Welche Zulieferer er hat, aus welchen fragwürdigen Quellen die Rohstoffe sind.
Dazu kommt noch; man kann die Lebensdauer nicht vorschreiben. Auch wenn man noch so pfleglich mit Dingen umgeht, die Haltbarkeit hängt von der Konstruktion ab. Stichwort: Obsoleszens. Dagegen kann der Kunde wenig ausrichten.
Die 250kg würden mich interessieren. Wieviel Einfluss habe ich denn davon in
 
Zuletzt bearbeitet:
allerdings würde die Stahlindustrie gern mehr CFK verbrennen, das verbrennt nämlich reiner als Koks und es entstehen weniger schädlich Gase (Aussage eines Industriepartners von mir der bekannt für seinen Stahl ist)..
das schwierige ist einfach das man als Laie kaum die Wahrheit erfährt (zumindest was den Umwelteinfluss betrifft). Außerdem kann man einen Werkstoff nicht nur energetisch betrachten, sondern auch massetechnisch...sieht dann wieder besser aus für CFK/GFK.
Der Umweltgedanken fängt dann an, wenn Produkte länger halten und nicht dauernd getauscht werden. Wenn ich ein Produkt 20 oder 30 Jahre nutze ist der Fußabdruck der Herstellung das geringste Problem....
Das geht nicht. Windräder können nur so lange genutzt werden, wie ihr Nettoertrag positiv ist. In dem Augenblick, wo die staatliche Subvention zu Ende geht, werden sie meist negativ und die Windräder werden abgerissen. Danach baut man einfach neue, größere Windräder mit neuen Subventionen. Und das Spiel beginnt von neuem. Bin da leider nicht mehr auf dem aktuellen Stand, aber so war es bisher üblich.

Und im Gegensatz zu Carbonfasern kann man die CFK Windräder einfach und kostengünstig entsorgen, wie z.B. in USA "Out of sight is out of mind" 😧 (Man beachte auch rechts unten die Autoreifen)

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Die werden durch die Natur recycled. Nach ein paar Millionen Jahren zerfallen diese synthetischen Rotorblätter und Autoreifen wieder zu wertvollen Bodenschätzen und sind bereit für den Tagebau der nächsten Generation an intelligenten Lebensformen, die nach uns auf der Erde rumfleuchen. ☝️ 🤓
 
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Nö. Ein großer Zementhersteller in meinem Großraum verheizt gar keine Reifen mehr, wegen Umweltschutz. Und da ist er nicht der einzige.
Der macht das nicht mehr wegen Umweltschutz, sondern wegen der hohen Kosten durch neue Umweltabgaben. Die Abgase werden ja gefiltert und gesäubert, nur CO² nicht. Die Zementhersteller wandern ja deshalb bevorzugt ins Ausland ab, stand so auch in der Wirtschaftswoche. Das CO² ist also nicht weg, nur woanders!

Das gleiche ja auch bei der Stahlherstellung oder Alu-Schmelze. Die werden bei uns wegen Umweltauflagen und horrenden Energiekosten reihenweise geschlossen und dann im Ausland neu aufgebaut. Alu-Rahmen oder Stahl-Rahmen aus deutschen Werken wirst Du schwerlich finden.

Ist doch das gleiche mit unseren Autos, die die neuen Euro Grenzen nicht mehr einhalten können. In Afrika, Nahen Osten und Vorderasien tauchen die dann wieder auf. Bekannter von mir kommt aus Ägypten und lacht sich tot über die Deutschen, deren moderne Autos sie zu Spottpreisen beim Gebrauchtwagenhändler in Afrika bekommen. Die Autos sind also nicht weg, nur woanders!
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Thema Carbon zu recyclen ist mit Sicherheit nicht unwichtig, jedoch sind ein paar Punkte gerade im Vergleich mit Alu nicht ganz fair dargestellt:
  • Bei Carbon wird immer die geringere Qualität des Recycling outputkritisiert, aber das ist fast bei allen Materialien beim reciclen der Fall, gerade da es vermutlich schwierig ist bei einem alten Rahmen u erkennen was dasfür ein Material ist
  • Fahrradrahmen sind vermutlich auch als Alurahmen schwer zu Recyclen, da im verhältnis zum Material viel Lackanteil vorhanden ist. Dieser muss aufwändig entfernt erden um Am Ende ein Hochwertiges Matreial zu erhalten. Mich würde mal Inteessieren wie viele Fahrradrahmen wirklich recycled werden und ich denke es kommt maximal eine Aludose raus. Also auch weit entfernt von ich baue einen Rahmen aus 100% recycleten Aluminium Rahmen, wie es am ende des Beitrags für Carbon erwünscht war.
Ich will nicht die Situation beiCarbon gut heißen aber es ist bei den anderen Materialien nicht so gut wie es dargestellt wird. Weenn eine CNC Bude reines 7075er Alu verwendet dieses Sortenrein abgibt, wird was recht hochwertiges möglich sein aber nicht über jahre gefahrene Frahrradrahmen.
Die vermutlich größere Umweltbelastung liegt an Produktion (Umweltumgang) in Asien und den großen Transportwegen, als im Recycling Thema, auch hier werden Produkte die Langlebig sind den besseren Effekt ausüben wie Schnellebige parts die man vielleicht irgendwie recyclen kann.
Alte Fahrräder aus den Schrottsammlungen gehen in den Shredder und dort wird automatisch und maschinell separiert. Das geht in großem Maßstab. Ausserdem sind Fahrräder gar nicht die große Masse. Eher Fensterrahmen und Autos. Die werden feinsäuberlich getrennt und nicht gemischt. Bei einem Hochhaus zum Abriss kommen da extra LKWs nur für die Fensterrahmen. Deren sortenreine Alu-Legierung wird so energiesparend eingehalten. Auch auf Youtube gibt's Dokus darüber.
 
Stimmt 100 % - aber, so schnell wird es nicht passieren (heißt auf Menschlich übersetzt: erst dann, wenn es zu spät ist).
Eigentlich bräuchte es einen gesetzlichen Zwang.
Rücknahme nach Ende der Nutzung verpflichtend, egal wie lange -> muss vom Hersteller recycled werden -> man wird sich angesichts der Kosten dafür automatisch besser überlegen, wie man in Zukunft baut (fände ich aber bei anderen Branchen erstmal dringender als in der Fahrradindustrie Smartphone*hust*Apple*hust).
Das Produkt muss ja nicht unzerstörbar sein, aber mindestens recyclingfreundlich.
Die Kosten würden im Endeffekt sicher auch die Kunden mittragen, aber sie sind ja eben auch Teil des Kreislaufs.
Moment mal, warum muss ich gerade an Atommüll denken? o_O
Ohne Recycling, Kunde zahlt trotzdem für die Entsorgung... Top Konzept aus Sicht der Betreiber. Tja, der Gesetzgeber sollte eben wirklich auch mal lobbyfrei sein xD
Also Specialized, Trek, Diamant etc. nehmen ihre alten Rahmen zum Recycling zurück. Andere sicher auch. Kannst Du auf deren Homepage nachlesen.
 
Seit wann werden Autos in Einzelteile zerlegt und dann die verschiedenen Metalle, Kunststoffe,... sortiert? Hier gibt's nur Schrottpresse oder den Gebrauchtwagenhändler, der im großen Stil ins Ausland exportiert. Die nehmen alles, auch richtig verzogene Karosserien von krassen Unfällen. Taugt immer noch als Ersatzteillager.
Niemand baut da noch mit Werkzeug dran. Soviele Angestellte können die gar nicht bezahlen.
 
Seit wann werden Autos in Einzelteile zerlegt und dann die verschiedenen Metalle, Kunststoffe,... sortiert? Hier gibt's nur Schrottpresse oder den Gebrauchtwagenhändler, der im großen Stil ins Ausland exportiert. Die nehmen alles, auch richtig verzogene Karosserien von krassen Unfällen. Taugt immer noch als Ersatzteillager.
Niemand baut da noch mit Werkzeug dran. Soviele Angestellte können die gar nicht bezahlen.
Hier eine alte Folge von der Sendung mit der Maus. Diese widerspricht deiner Aussage.

Da wird sich sicher noch was weiterentwickelt haben seit der Aufnahme.

Übrigens haben wir mehrere solcher Autoverwerter bei uns im der Umgebung. Un ich kann dir sagen, dass wirklich alles brauchbares ausgebaut und verkauft wird. War da früher regelmäßig.
 
Hier eine alte Folge von der Sendung mit der Maus. Diese widerspricht deiner Aussage.

Da wird sich sicher noch was weiterentwickelt haben seit der Aufnahme.

Übrigens haben wir mehrere solcher Autoverwerter bei uns im der Umgebung. Un ich kann dir sagen, dass wirklich alles brauchbares ausgebaut und verkauft wird. War da früher regelmäßig.
Alte Folge und früher. Das ist doch genau was er sagt. Heute macht das keiner mehr weil Arbeitszeit mehr kostet als Material
 
Alte Folge und früher. Das ist doch genau was er sagt. Heute macht das keiner mehr weil Arbeitszeit mehr kostet als Material
Naja, der Autoverwerter hat vor 3 Jahren sein Grundstück vergrößert.
Und wenn ich sage früher, dann meine ich, dass ich mein neues Auto erst seit zwei Jahren habe.
Und wenn ich sehe was Ersatzteile heute kosten, dann fahr ich auf jeden Fall erstmal beim Verwerter vorbei.
 
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