Bei dem Beitrag habe ich gerade kurz die Luft angehalten und mich gefragt "meint er das wirklich ernst" - ich denke ich habe es nur in den falschen Hals bekommen...
Mein beitrag war schon ernst gemeint.
Bei Rennen kann nun mal nicht jede(r) gewinnen - es muss auch Leute im Mittelfeld geben und jede(r) darf auch mal reihum "schlechte Beine" oder schlicht Pech haben und Letzte(r) werden. Und selbst wenn jemand ohne andere zu behindern dauernd hinten ist - wenn es ihr/ihm Spaß macht - warum muss das in Frage gestellt werden?
Wo hab ich platzierungen in frage gestellt? Was ich in frage stelle sind DNS in verbindung mit den emotionalen Erklärungen auf insta.
Aber gutes thema mit den platzierungen. Frag dich mal warum im xc top 30 bei mtb news weder erwähnt noch gewürdigt, im enduro aber gefeiert werden?Schau dir die hämischen kommentare zu schwarzbauers olympia einsatz an. Liegts an den fans und deren Ansprüchen?
Und ja, Zweifel und Stress gehören auch dazu. Das macht einen echten Leistungssportler eben mental auch stärker (wenn es im richtigen Maße ist und auch Erholung gibt).
Und zahlreiche fälle bei denen der modus rennen die mentale und körperliche gesundheit schwächt. Ich spar mir Beispiele.
Bzw zahlreiche Beiträge von theresia erzählen davon.
Es kennt jeder die Trainingsweltmeister und Strava-Kings, die alles und jeden mit ihren Leistungswerten vollquastschen aber zu echten Rennen dann keinen Mumm haben. Für die mag der echte Leistungssport dann auch befremdlich wirken.
Das bin ich. Ich trainier gern und strava macht mir spass. Den profis ebenfalls was ich so beobachte. Und ehrlich, ich quatsch super gerne über das alles. Das nennt man faszination und motivation.
Ich hab die Erfahrung gemacht das racer da nicht so gern plaudern. Also zumindest die zweite und dritte riege, die mich interessieren würde. Leistungsdaten und trainingsmethoden sind da oft ein geheimnis. Kochrezepte nicht.
Während du von den stars und den guten fahrern quasi alles geteilt bekommst. Bestes beispiel schwarzbauer

. Teilt fast jedes training mit wattwerten und haut sich in den stravaanstieg um seine 2017er zeit zu unterbieten.
Philosophisch betrachtet ist sowieso jede(r) Sieger(in), der sich auf eine Weltcup-Strecke (oder die diesjährige Youth-EM-Strecke - Videos sind online zu finden...) traut und diese mit 215er Puls (ja, bei den jungen Mädels ist das so) und im strömenden Regen (war bei der Jugend-EM so) fährt.
Hab ich nie in frage gestellt. Aber wenn du diese Freude am racen in keinem beitrag übers jahr verteilt erkennst und soviel zweifel und negatives geteilt wird, darf man doch die frage stellen nach dem warum.
Du bist doch gefühlt im Dauerbootcamp!
Jetzt fahr endlich mal Rennen
https://www.ardmediathek.de/video/b...lU2xvdC80NDEzMjQ4OTE4MTNfRjIwMjRXTzAwNjI5NEEw
Noch eine Anekdote dazu, mein freund war deutscher meister im hürdenlauf. Eigentlich vize, aber der erste wurde überführt nachträglich.
Er hat mich nach einem mtb gefragt. Ich hab ihm ein dc oder leichtes enduro empfohlen. Er meinte, nene, ich will auf gar keinen fall sport machen, full power ebike und turbo only bitte. Ich frag why??? Du warst doch so krass beinander.. antwort, er wollte einfach nur der beste sein. Das war sein antrieb. Wo und mit was, uninteressant. Das war die Motivation. Das es der sport war, zufall.
Ist auch meine Beobachtung im bekanntenkreis. Ich kenne keinen der damals erfolgreich war, der noch ein normales Verhältnis zu dem sport hat. Fahre mit einem mehrfachem bayrischen zeitfahrmeister rennrad. Während bei mir radfahren seit Jahrzehnten der ausschließlich positive lebensinhalt ist, ist es für ihn eine für mich erschreckend minimale nebensache. Etwa wie minigolf zweimal im jahr mit den kindern. Was ja völlig ok ist aber für mich nicht vorstellbar.
Freund ist mtb influenzer und nimmt kein rad mit inden urlaub. 100% buisness. Ich glaube zuviel erfolg oder Professionalität tötet das hobby. Wer will das?