Moin Jungens und Mädels!
An dieser Stelle folgt also nun mein ausführlicher Bericht vom 2er-Team "Ritzels Of Doom":
Anfahrt
Am Freitag um 10Uhr gings los mit dem holen des Autos. Danach wurd Lars, unser liebenswerter Betreuer und Kumpel, eingesammelt.
Gegen 12:15 sind wir dann beim Felix eingetroffen und ham den Kombi von oben bis unten vollgepackt.
Das Hotel hat sich dann doch ohne größere Schwierigkeiten finden lassen. Der erste Eindruck von außen war jedoch enttäuschend, außerdem war die Empfangs-Schnecke recht arrogant und wollt erstmal unsere Kreditwürdigkeit überprüfen...
Der indische Hausmeister/Techniker hat uns dann auf Anfrage noch die Bikes in die Hotelgarage für die Mitarbeiter stellen lassen, die zwar offen ist, aber von der kein Gast was weis. Klasse!
Da waren die Bikes für die Nacht sicher abgestellt.
Olympiagelände
Wir sind zu Fuss zum Gelände gelatscht. Am rand des Geländes gabs einen Rummel oder sowas ähnliches. Also erstmal durch die Menschenmassen durch...
Wir sind dann gleich mal auf den Olympiaberg, um uns nen Überblick zu verschaffen: ziemlich großes Gelände, viel Kopfsteinpflaster.
Das Wetter sah gar nicht rosig aus, öfters gabs mal kurze Nieselregenschauer.
Ich hab schon meine Bedenken gehabt, was den "Grip" auf nassem Kopfsteinpflaster angeht...
Olympiahalle
Wir ham dann erstmal nen Rundgang in der Halle gemacht und uns nen ordentlichen Platz fürs Fahrerlager rausgesucht.
Die Größe konnte man selber bestimmen: "Wer als erstes kommt, kriegt die besten und größsten Plätze, aber wenn der Platz für weitere Teams nicht ausreicht, wird eben zusammengerückt", lautete im Groben der Wortlaut eines Organisations-Teammitglieds.
Das 4er-team neben uns hatte 3-mal soviel Platz wie wir...
Also erstmal Startnummern holen: Ohne Ausweisung oder Ähnlichem gabs die Nummern; Lars holte sich ebenfalls schon fast zu leicht das gelbe "ich-bin-wichtig"-Bändchen fürs Handgelenk...
Während dem Durchlesen der Infos für die Teams hat Lars mitbekommen, dass auch schon n "Einzelfahrer" mit acht Betreuern an den Start wollte... *hüstel* Alles klar! Fairer Sportsmann!
Die Startnummern hatten auf der Rückseite einen Chip augeklebt, welcher die komplette Fläche der Rückseite einnahm! "Mikrochip" halt...
Als wir mit dem Auto dann mal unsere Ausrüstung anschleifen wollten und den Parkplatz bzw. die richtige Einfahrt gesucht haben, wurden meine Nerven schon ziemlich strapaziert, da wir ca. 3,4 mal falsch abgebogen sind und ständig wieder zurückfahren mussten.
Als wir dann aber doch mal auf dem Parkplatz unser Zeug ausluden und zur Halle schleiften, haben wir uns nen fahrbaren Untersatz gewünscht, da wir 2 mal hin- und zurücklatschen mussten.
letzte Nacht im Bett
Am Abend sind wir dann noch zum Italiener um die Ecke und waren gegen 21Uhr schon knülle vom vielen rumlatschen.
Im Hotelzimmer hat sich dann noch einer von den zweien über das spezielle Pay-TV-Programm mit nem dickem Infoblock in der Mitte des Bildes amüsiert, durch den man nur an den rändern des Bildschirmes was sehen konnte...
Mit vollem Magen und vielen Gedanken an den morgigen Tag gings dann in die Falle.
Frühstück
Nach ner heißen Dusche gings auch sofort runter zum Frühstück, wo uns ein reichhaltiges Buffet und aufmerksame und nette Bedienungen erwarteten.
Der Gang zum Frühstücksraum hat mich zu 100% an die Bilder aus "Die Liga der aussergewöhnlichen Gentlemen" erinnert: Die gänge in der "Nautilus" sahen fast genauso aus...
Wettkampf-Vorbereitungen
Um 11Uhr sind wir zwei dann die Strecke komplett abgefahren: 5,3km
Felix fand sie langweilig, ich hab Respekt bekommen... lol
Um 12Uhr fand die Teamleiter-Besprechung statt, bei der das Reglement noch genau besprochen wurde und Fragen beantwortet wurden.
Start
Die verschiedenen Teams sind versetzt an den Start gegangen, d.h. um 13Uhr wurden die 8er, nach einer Minute die 2er, danach die 4er und zuletzt die Einzelfahrer losgelassen.
Ob die Reihenfolge so stimmt, weis ich nicht mehr genau... Muss n Felix oder Lars noch mal fragen.
erster Wechsel
Nach ca. 1,5h Stunden haben wir zum ersten mal gewechselt, was folgendermaßen von Statten ging:
In der Wechselzone kurz vor der Ausfahrt aus der Halle muss man sich zum losfahren bereit halten. Wenn der Teampartner kommt, wird abgeklatscht und man darf losfahren.
Kurz vor meinem Start ist einer voll in die Zeitnahme-Sensoren, welche mit den Sensoren an Kaufhaus-Ausgängen zu vergleichen sind, gefahren und hat für ziemlichen Radau gesorgt.
Strecke
Nach der Wechselzone schlängelte sich die Strecke ca. 80m zwischen Bauzäunen quer über das Gelände. Diesen Abschnitt kreuzten ununterbrochen Fußgänger, welche durch Streckenposten eine längere Lücke abwarten mussten. An dieser Stelle gabs natürlich oft Geschrei und hektischen Rumgehüpfe... :roll:
Hätten die Veranstalter einfach ne Holzbrücke gezimmert, hätten sie damit keine Probleme gehabt!
Danach gings gemächlich abwärts, dann ca. 200m über Kopfsteinpflaster, welches sich später als Folter für meinen Popo herausstellen sollte. Später mehr dazu.
Dann schlängelte sich die Strecke über Serpentinen am Schwimmbad vorbei, wo ständig ein Geruch von Chlor zu riechen war.
Als man oben angekommen ist, gings auch gleich wieder über "Wellen" steil bergab. An der stelle musste man aufpassen, dass man nicht zuviel Speed drauf hat, und man nicht zu sehr abhebt! Ich bin an dieser Stelle immer fast am Limit gefahren und bin auf den 4, 5 Wellen eigentlich fast immer minimal abgehoben... Habs aber immer gut kontrollieren können.
Nach einem kurzem Anstieg gings auf Asphalt ca. 800m bis 1km gemächlich weiter. Dieser Abschnitt war für die 8er-Teams zum heizen perfekt und für die 2er-Teams und Einzelfahrer ideal zum ausruhen.
Hier haben wir auch immer den Anderen während der Fahrt per Handy angerufen und ihm Bescheid gegeben, wann er in der Wechselzone bereitstehen soll.
Auf die Idee bin ich aber auch erst gekommen, als einer Telefonierend an mir vorbeigerauscht ist...
Am Ende dieses ruhigem Abschnittes standen einem die 90hm zum Olympiaberg bevor, welche über erst per kopfsteingepflasterte Serpentinen und danach abgeflacht über Asphalt zu bewältigen waren.
Auf dem 2. Abschnitt mit dem Asphalt hatte man einen klasse Panorama-Blick über das Olympiagelände und München an sich! Ich hatte das Glück während dem Sonnenuntergang und Sonnenaufgang zu fahren... Wunderschöne Aussicht! Wär ich auf ner normalen Tour gewesen, hätt ich angehalten, um Fotos zu schiessen.
Danach gings einige 100m bergab, auf denen man seine A-Backen umsetzen und sich ein wenig erholen konnte. Direkt im Anschluss dazu kam eine (gefährliche) Stelle mit Treppen und Serpentinen über Kopfsteinpflaster. Hier hat es neben Felix angeblich einige hingelegt...
Anschließend schlängelte sich die Strecke über Asphalt und Gras zur Steilabfahrt, bei der ich 2 mal beobachtet habe, dass Frauen ängstlich angehalten haben.
Nach 200m Auslauf auf Rasen führte die Strecke auf einen (anfangs) Singletrail, der einen durch einen Park führte.
Dann kam eine BMX-Strecke dran, bei der man zuerst mit Schwung ca. 2,5m hochfahren musste, um direkt danach über andere kleinere Hügel zu fahren.
Danach kam die Stelle, die mir schon von Anfang an gar nicht gefallen hat:
Ein 30cm breites Kiesbett, bei dem sich Felix in der nacht einen Platten bzw. Snakebite holte, da dort eine Asphaltkante vorhanden war.
Der umherfliegende Kies lag natürlich verstreut herum und hat öfters für kleinere Ausbrüche des Hinterrads gesorgt.
Im Anschluss gings die Steil-Auffahrt direkt neben der Abfahrt hinauf: Hier nahm ich, wie die meisten, viel Anlauf und fuhr bis zur Mitte und stieg dann ab und schob den Rest. Einige sind jedoch den Anstieg hochgefahren, was Felix auch öfters gemacht hat.
Mir war das ganze jedoch zu kräfteraubend...
Dann führte die Strecke unspektakulär zurück zur Wechselzone bzw. Olympiahalle.
Verpflegung
Zum Beißen gabs Energie-Riegel, Bananen, Äpfel, Orangen, Powergels (die in jeglicher Hinsicht mit Sperma zu vergleichen waren! lol), Nudeln, Kuchen, belegte Brötchen. Jedoch nicht alles zur gleichen Zeit, sondern immer was anderes.
Die alten Schachteln am Verpflegungsstand waren der Hammer:
Die haben die Bananen in kleine Stücke geschnitten, um sie so "mundgerecht" zu halten. Nach Anfrage nach einer bzw. mehreren ganzen Bananen bäffte sie nur arrogant zurück, dass dann jeder nur "hamstern" würde und so schnell alles weg wäre. Sie habe nicht so viel und können auch nichts mehr machen, wenn alles weg ist. Dann haben wir halt abends nichts mehr!
Ich hab gedacht ich hör nicht richtig und hab ihr gesagt, dass wir hier ein Langstreckenrenne fahren und wir auch dementsprechend essen müssen und sie das doch nicht so persönlich nehmen soll.
Sie hat dann noch rumgeeiert, bis es mir zu blöd war und ich mich an meinen Notreserven am Koffer vergriff. *hmpf*
Lars hat beim Kaffee-Ausschank auch ne garstige Bemerkung bekommen, als er zwei Becher mitnehmen wollte.
Ich wollt mich schon fast beim Veranstalter beschweren! Sauerei sowas an dem Stand arbeiten zu lassen... Da kann ich nur n Kopf schütteln!
Nachts waren dann 2 junge Frauen am Verpflegungsstand, bei dem ich mir die Taschen mit den Bananen-Stückchen vollknallte. Daraufhin meinte eine von denen: "Willst du nicht gleich ne Ganze?! Is doch praktischer."
WARUM DENN NICHT GLEICH SO?!??!?! Ich mit nem sarkastischem Unterton: "Dann sagt das mal den 2 alten Hutzeln von heut Nachmittag!! Danke" Die zwei ham auch grinsen müssen.
Fans
Die Zuschauer waren Spitze und haben ständig Party gemacht und die Fahrer hochleben lassen und mir oft genug nen Lacher abringen können!
Klasse!
Vor allem Nachts haben sie einen sehr unterstützt: Überwiegend am Olympiaberg wurden kleine Fackeln neben der Strecke aufgestellt und Party gemacht. Lustig fand ich auch 2 Heinis, die sich neben der Strecke die Kante gegeben und gegrillt haben. Die haben mir n Steak angeboten; nach ner Runde frag ich: "Ey jungs, wo bleibt mein Steak?!" "oh sch.eisse, is schon verbrannt, sorry!"
In der morgendlichen Dämmerung lagen mind. 3 Party-Fässer rum...
Gegen 1Uhr nachts hört ich Kuhglocken läuten. Wenig später bin ich an den "aufmarschierenden" Fans vorbeigefahren, die 2 schätzungsweise 20kg Kuhglocken mit sich rumschleiften und für Krach sorgten. Diese Truppe hat sich dann auf dem O-Berg niedergelassen und von 1Uhr nachts bis mind. 5Uhr morgends ununterbrochen rumgeklimpert!!!! Respekt!
Vereinzelt haben auch einige Fans neben der Strecke in Schlafsäcken gepennt und so lang für Stimmung gesorgt, bis sie eingeschlafen sind.
Morgends sind dann noch ca. 20 kleine Kinder in der Gruppe mit roten Shirts und kleinen Glocken an der Strecke rumgeturnt und ham einen kräftig angefeuert. Waren richtig süß die Kleinen!!
Unfälle und Pannen
- Schon bei der Streckenbesichtigung hab ich was von nem Handbruch aufgeschnappt...
- Gegen 1Uhr nachts hab ich aus der Entfernung jemanden direkt am Auslauf der Steil-Abfahrt gesehen, zu dem gerade ein Krankenwagen gefahren ist. In der nächsten Runde standen schon 3 Wagen da... Als ich direkt dran vorbeigefahren bin, wurde er gerade mit Beatmungsgerät in den RTW gehoben.
- Lars hat mir noch was von einem Fahrer erzählt, der mit fetter Halskrause in den RTW kam.
- Ansonsten hab ich öfters mal aufgeschürfte oder blutende Beine gesehen.
Felix hats anscheinend mal bei den Treppen hingelegt, was jedoch nichts großartiges war. Dann hat er sich in der Nacht am Kiesbett nen Platten geholt, woraufhin ich aus meinem Schlaf geholt wurde und in 5min auf der strecke sein musste... *schnarch* Hui, hab ich mich gefreut! *grummel*
Ich hatte dagegen keinen Platten und nicht mal eine Situation, in der es brenzlig wurde. toi toi toi!
Beleuchtung und Nacht
Die Nacht war natürlich böse: Konzentration lässt nach, man is hundemüde, die Schmerzen nehmen zu. Ich hab im Gegensatz zum Felix in jeder Pause versucht zu Schlafen. Das ganze war jedoch immer so n Halbschlaf... Wie im Delirium!
Ich war mit der Sigma Mirage sehr gut bedient, Felix dagegen hat an seinem Rotwild-Fully keinen Platz für nen Akku in der Getränke-Halterung gehabt und ist mit dem popeligstem Licht auf der ganzen Strecke gefahren!!
Laut seiner Aussage haben die Fackeln am Rand mehr Licht gegeben...
Schmerzen
Nicht die Beine waren das Problem bei mir. Nein, der A.R.S.C.H.!!!
In der Nacht fings an mit den Schmerzen, die sich bis zum Ziel sogar so gesteigert haben, dass ich bei jeder Unebenheit die Zähne zusammenbeissen musste... Und das ist keine Phrase sondern war buchstäblich so!! Mein Gesichtsausdruck muss ziemlich bösartig gewesen sein...
Schnell habe ich das Kopfsteinpflaster gehasst! Das war die reinste Folter!
Mit Einbruch der Nacht hatte ich Kopfschmerzen und bekam vom Lars mit, dass es Felix genauso ging. Nach langem Überlegen hab ich mich dann doch für n Aspirin entschieden, gegessen, getrunken und geschlafen mit der Folge, dass ich in der nächsten Schicht TOP-Fit war!!
Felix hatte zwar auch seine Wehwechen, welche aber nicht so stark vorhanden waren, wie bei mir.
In der morgendlichen Dämmerung schoss mir dann allerlei wirres Zeug durch den Kopf: "Ring Of Fire" von H-Blockxx (Cover), "Heart Of Steel" von Manowar (auch wenns nicht mein Geschmack ist) und die Textzeile von Rammstein "Mein Herz brennt", welche ich kurzerhand umgetextet hab: "Mein A.rsch brennt!". "TNT" von AC/DC hätt auch noch gut gepasst...
Dann fiel mir der Spruch eines Fans ein, von dem im Bericht in der MTB geschrieben wurde: "Der Schmerz geht, der Stolz bleibt"
Immer und immer wieder hab ich den Spruch im Kopf vor mir hergesagt und mich am Riemen gerissen.
Vormittags
Lars meinte irgendwann mal zu mir, dass wir laut Wertung gar nicht schlecht sind: Platz 24 von 48!
Anfangs war mir das irgendwie egal, aber nachdem wir dann auf Platz 22 gerutscht sind und nur noch wenige Stunden zu fahren waren, kam ganz leicht ein Renngefühl bei mir auf...
Tja, und irgendwann warens nur noch 3h...
Ziel
In der vermeintlich letzten Runde hab ich ziemlich Druck gemacht und einige überholt. Am letzten Anstieg kurz vor der Boxengasse für die Einzelfahrer hab ich Stoff gegeben, was nur ging und dabei gebrüllt wie n Wilder! :twisted:
Plötzlich standen links und rechts im Schatten der Bäume massig Biker, was mich sehr verwirrt hat! "Häää, wie jetzt?! Ziel?! Worauf warten die? Neee, kann doch nicht sein, dass die vor dem Ziel warten, damit sie nicht noch ne Runde fahren müssen!!"
Anscheinend war es aber so und ich hab dann so vor mich hingedacht: "Ach, wenn ich schon mal hier bin... Auf eine runde mehr oder weniger kommts jetzt auch nicht drauf an! Außerdem wird die eh verrechnet."
Also gut, auf ein neues...
Während ich dann also die wirklich letzte Runde fahre, sind kaum noch Fans an der Strecke. Die Strecke ist sehr leer geworden und die Absperrungen wurden teilweise schon abgebaut... hab mich fast schon alleingelassen gefühlt!
Und dann die Zieleinfahrt... Herrlich! Alles voll mit Fans! Party! Jubel! Hurra! Tschakka, endlich vorbei! Das Gefühl is einfach Wahnsinn! Total im A.rsch, aber wahnsinnig glücklich stehst du inmitten der Fahrer und Fans und hast es endlich hinter dich gebracht.
Und dann auch noch die Info, dass wir Platz 21 errungen haben! Klasse!
Tja, und dann gings los mitm aufräumen: total entkräftet und knülle mussten wir den ganzen Krempel zum Auto schleifen. Juhu! Toll...
Da kam Freude auf.
Letztendlich muss ich aber wirklich sagen, dass wir stolz auf uns sein können!
Ich für meinen Teil fahre eigentlich erst seit nem Jahr MTB... Die längste Tour war bei mir 62km lang! Und jetzt hab ich 235km aufm Tacho stehen! lol
Felix war wesentlich besser vorbereitet und hat auch dementsprechend ein anderes Tempo draufgelegt und somit 270km abgespult.
Hier die Ergebnisse: Ergebnislisten im Pdf-Format
Schaut euch unbedingt mal das Ergebniss des Siegers in der Einzelwertung an: 100 Runden mit 2mal 10min Pause!!! Der Kerl is doch ne Maschine!!! Wahnsinn! Der war quasi 23h und 40min auf der Strecke!
Wie dem auch sei: Nächstes mal sind wir definitiv wieder dabei! Jedoch als 4er-Team, da das ganze zwar auch im 2er machbar, aber verdammt stressig ist!
Zum Beispiel hätte ich sehr gerne Fotos von der Strecke gehabt, welche Lars aber nicht wirklich schiessen konnte, da er mit unseren Problemen beschäftigt war und selber auch noch n paar Stunden schlafen musste, um uns wieder heil nach hause zu fahren.
Er hat zwar Fotos gemacht, aber leider eben nicht vom Sonnenuntergang oder Ähnlichem.
Deswegen sind wir alle drei einer Meinung und fahren das ganze nächstes Jahr zu Viert!
Wenn noch Fragen aufkommen: Posten! Wir stehen Rede und Antwort!
Ich denke, dass so ein Rennen durchaus ne sehr gute Erfahrung ist und es sich wirklich lohnt so etwas mal mitzumachen.
in diesem Sinne
Kette rechts
Mfg Thomas
An dieser Stelle folgt also nun mein ausführlicher Bericht vom 2er-Team "Ritzels Of Doom":
Anfahrt
Am Freitag um 10Uhr gings los mit dem holen des Autos. Danach wurd Lars, unser liebenswerter Betreuer und Kumpel, eingesammelt.
Gegen 12:15 sind wir dann beim Felix eingetroffen und ham den Kombi von oben bis unten vollgepackt.
Das Hotel hat sich dann doch ohne größere Schwierigkeiten finden lassen. Der erste Eindruck von außen war jedoch enttäuschend, außerdem war die Empfangs-Schnecke recht arrogant und wollt erstmal unsere Kreditwürdigkeit überprüfen...

Der indische Hausmeister/Techniker hat uns dann auf Anfrage noch die Bikes in die Hotelgarage für die Mitarbeiter stellen lassen, die zwar offen ist, aber von der kein Gast was weis. Klasse!

Olympiagelände
Wir sind zu Fuss zum Gelände gelatscht. Am rand des Geländes gabs einen Rummel oder sowas ähnliches. Also erstmal durch die Menschenmassen durch...
Wir sind dann gleich mal auf den Olympiaberg, um uns nen Überblick zu verschaffen: ziemlich großes Gelände, viel Kopfsteinpflaster.
Das Wetter sah gar nicht rosig aus, öfters gabs mal kurze Nieselregenschauer.
Ich hab schon meine Bedenken gehabt, was den "Grip" auf nassem Kopfsteinpflaster angeht...
Olympiahalle
Wir ham dann erstmal nen Rundgang in der Halle gemacht und uns nen ordentlichen Platz fürs Fahrerlager rausgesucht.
Die Größe konnte man selber bestimmen: "Wer als erstes kommt, kriegt die besten und größsten Plätze, aber wenn der Platz für weitere Teams nicht ausreicht, wird eben zusammengerückt", lautete im Groben der Wortlaut eines Organisations-Teammitglieds.
Das 4er-team neben uns hatte 3-mal soviel Platz wie wir...
Also erstmal Startnummern holen: Ohne Ausweisung oder Ähnlichem gabs die Nummern; Lars holte sich ebenfalls schon fast zu leicht das gelbe "ich-bin-wichtig"-Bändchen fürs Handgelenk...
Während dem Durchlesen der Infos für die Teams hat Lars mitbekommen, dass auch schon n "Einzelfahrer" mit acht Betreuern an den Start wollte... *hüstel* Alles klar! Fairer Sportsmann!

Die Startnummern hatten auf der Rückseite einen Chip augeklebt, welcher die komplette Fläche der Rückseite einnahm! "Mikrochip" halt...

Als wir mit dem Auto dann mal unsere Ausrüstung anschleifen wollten und den Parkplatz bzw. die richtige Einfahrt gesucht haben, wurden meine Nerven schon ziemlich strapaziert, da wir ca. 3,4 mal falsch abgebogen sind und ständig wieder zurückfahren mussten.
Als wir dann aber doch mal auf dem Parkplatz unser Zeug ausluden und zur Halle schleiften, haben wir uns nen fahrbaren Untersatz gewünscht, da wir 2 mal hin- und zurücklatschen mussten.
letzte Nacht im Bett
Am Abend sind wir dann noch zum Italiener um die Ecke und waren gegen 21Uhr schon knülle vom vielen rumlatschen.
Im Hotelzimmer hat sich dann noch einer von den zweien über das spezielle Pay-TV-Programm mit nem dickem Infoblock in der Mitte des Bildes amüsiert, durch den man nur an den rändern des Bildschirmes was sehen konnte...

Mit vollem Magen und vielen Gedanken an den morgigen Tag gings dann in die Falle.
Frühstück
Nach ner heißen Dusche gings auch sofort runter zum Frühstück, wo uns ein reichhaltiges Buffet und aufmerksame und nette Bedienungen erwarteten.
Der Gang zum Frühstücksraum hat mich zu 100% an die Bilder aus "Die Liga der aussergewöhnlichen Gentlemen" erinnert: Die gänge in der "Nautilus" sahen fast genauso aus...

Wettkampf-Vorbereitungen
Um 11Uhr sind wir zwei dann die Strecke komplett abgefahren: 5,3km
Felix fand sie langweilig, ich hab Respekt bekommen... lol
Um 12Uhr fand die Teamleiter-Besprechung statt, bei der das Reglement noch genau besprochen wurde und Fragen beantwortet wurden.
Start
Die verschiedenen Teams sind versetzt an den Start gegangen, d.h. um 13Uhr wurden die 8er, nach einer Minute die 2er, danach die 4er und zuletzt die Einzelfahrer losgelassen.
Ob die Reihenfolge so stimmt, weis ich nicht mehr genau... Muss n Felix oder Lars noch mal fragen.
erster Wechsel
Nach ca. 1,5h Stunden haben wir zum ersten mal gewechselt, was folgendermaßen von Statten ging:
In der Wechselzone kurz vor der Ausfahrt aus der Halle muss man sich zum losfahren bereit halten. Wenn der Teampartner kommt, wird abgeklatscht und man darf losfahren.
Kurz vor meinem Start ist einer voll in die Zeitnahme-Sensoren, welche mit den Sensoren an Kaufhaus-Ausgängen zu vergleichen sind, gefahren und hat für ziemlichen Radau gesorgt.

Strecke
Nach der Wechselzone schlängelte sich die Strecke ca. 80m zwischen Bauzäunen quer über das Gelände. Diesen Abschnitt kreuzten ununterbrochen Fußgänger, welche durch Streckenposten eine längere Lücke abwarten mussten. An dieser Stelle gabs natürlich oft Geschrei und hektischen Rumgehüpfe... :roll:
Hätten die Veranstalter einfach ne Holzbrücke gezimmert, hätten sie damit keine Probleme gehabt!
Danach gings gemächlich abwärts, dann ca. 200m über Kopfsteinpflaster, welches sich später als Folter für meinen Popo herausstellen sollte. Später mehr dazu.
Dann schlängelte sich die Strecke über Serpentinen am Schwimmbad vorbei, wo ständig ein Geruch von Chlor zu riechen war.
Als man oben angekommen ist, gings auch gleich wieder über "Wellen" steil bergab. An der stelle musste man aufpassen, dass man nicht zuviel Speed drauf hat, und man nicht zu sehr abhebt! Ich bin an dieser Stelle immer fast am Limit gefahren und bin auf den 4, 5 Wellen eigentlich fast immer minimal abgehoben... Habs aber immer gut kontrollieren können.
Nach einem kurzem Anstieg gings auf Asphalt ca. 800m bis 1km gemächlich weiter. Dieser Abschnitt war für die 8er-Teams zum heizen perfekt und für die 2er-Teams und Einzelfahrer ideal zum ausruhen.
Hier haben wir auch immer den Anderen während der Fahrt per Handy angerufen und ihm Bescheid gegeben, wann er in der Wechselzone bereitstehen soll.
Auf die Idee bin ich aber auch erst gekommen, als einer Telefonierend an mir vorbeigerauscht ist...
Am Ende dieses ruhigem Abschnittes standen einem die 90hm zum Olympiaberg bevor, welche über erst per kopfsteingepflasterte Serpentinen und danach abgeflacht über Asphalt zu bewältigen waren.
Auf dem 2. Abschnitt mit dem Asphalt hatte man einen klasse Panorama-Blick über das Olympiagelände und München an sich! Ich hatte das Glück während dem Sonnenuntergang und Sonnenaufgang zu fahren... Wunderschöne Aussicht! Wär ich auf ner normalen Tour gewesen, hätt ich angehalten, um Fotos zu schiessen.
Danach gings einige 100m bergab, auf denen man seine A-Backen umsetzen und sich ein wenig erholen konnte. Direkt im Anschluss dazu kam eine (gefährliche) Stelle mit Treppen und Serpentinen über Kopfsteinpflaster. Hier hat es neben Felix angeblich einige hingelegt...
Anschließend schlängelte sich die Strecke über Asphalt und Gras zur Steilabfahrt, bei der ich 2 mal beobachtet habe, dass Frauen ängstlich angehalten haben.
Nach 200m Auslauf auf Rasen führte die Strecke auf einen (anfangs) Singletrail, der einen durch einen Park führte.
Dann kam eine BMX-Strecke dran, bei der man zuerst mit Schwung ca. 2,5m hochfahren musste, um direkt danach über andere kleinere Hügel zu fahren.
Danach kam die Stelle, die mir schon von Anfang an gar nicht gefallen hat:
Ein 30cm breites Kiesbett, bei dem sich Felix in der nacht einen Platten bzw. Snakebite holte, da dort eine Asphaltkante vorhanden war.
Der umherfliegende Kies lag natürlich verstreut herum und hat öfters für kleinere Ausbrüche des Hinterrads gesorgt.
Im Anschluss gings die Steil-Auffahrt direkt neben der Abfahrt hinauf: Hier nahm ich, wie die meisten, viel Anlauf und fuhr bis zur Mitte und stieg dann ab und schob den Rest. Einige sind jedoch den Anstieg hochgefahren, was Felix auch öfters gemacht hat.
Mir war das ganze jedoch zu kräfteraubend...
Dann führte die Strecke unspektakulär zurück zur Wechselzone bzw. Olympiahalle.
Verpflegung
Zum Beißen gabs Energie-Riegel, Bananen, Äpfel, Orangen, Powergels (die in jeglicher Hinsicht mit Sperma zu vergleichen waren! lol), Nudeln, Kuchen, belegte Brötchen. Jedoch nicht alles zur gleichen Zeit, sondern immer was anderes.
Die alten Schachteln am Verpflegungsstand waren der Hammer:
Die haben die Bananen in kleine Stücke geschnitten, um sie so "mundgerecht" zu halten. Nach Anfrage nach einer bzw. mehreren ganzen Bananen bäffte sie nur arrogant zurück, dass dann jeder nur "hamstern" würde und so schnell alles weg wäre. Sie habe nicht so viel und können auch nichts mehr machen, wenn alles weg ist. Dann haben wir halt abends nichts mehr!
Ich hab gedacht ich hör nicht richtig und hab ihr gesagt, dass wir hier ein Langstreckenrenne fahren und wir auch dementsprechend essen müssen und sie das doch nicht so persönlich nehmen soll.
Sie hat dann noch rumgeeiert, bis es mir zu blöd war und ich mich an meinen Notreserven am Koffer vergriff. *hmpf*
Lars hat beim Kaffee-Ausschank auch ne garstige Bemerkung bekommen, als er zwei Becher mitnehmen wollte.
Ich wollt mich schon fast beim Veranstalter beschweren! Sauerei sowas an dem Stand arbeiten zu lassen... Da kann ich nur n Kopf schütteln!
Nachts waren dann 2 junge Frauen am Verpflegungsstand, bei dem ich mir die Taschen mit den Bananen-Stückchen vollknallte. Daraufhin meinte eine von denen: "Willst du nicht gleich ne Ganze?! Is doch praktischer."
WARUM DENN NICHT GLEICH SO?!??!?! Ich mit nem sarkastischem Unterton: "Dann sagt das mal den 2 alten Hutzeln von heut Nachmittag!! Danke" Die zwei ham auch grinsen müssen.
Fans
Die Zuschauer waren Spitze und haben ständig Party gemacht und die Fahrer hochleben lassen und mir oft genug nen Lacher abringen können!
Klasse!
Vor allem Nachts haben sie einen sehr unterstützt: Überwiegend am Olympiaberg wurden kleine Fackeln neben der Strecke aufgestellt und Party gemacht. Lustig fand ich auch 2 Heinis, die sich neben der Strecke die Kante gegeben und gegrillt haben. Die haben mir n Steak angeboten; nach ner Runde frag ich: "Ey jungs, wo bleibt mein Steak?!" "oh sch.eisse, is schon verbrannt, sorry!"

In der morgendlichen Dämmerung lagen mind. 3 Party-Fässer rum...
Gegen 1Uhr nachts hört ich Kuhglocken läuten. Wenig später bin ich an den "aufmarschierenden" Fans vorbeigefahren, die 2 schätzungsweise 20kg Kuhglocken mit sich rumschleiften und für Krach sorgten. Diese Truppe hat sich dann auf dem O-Berg niedergelassen und von 1Uhr nachts bis mind. 5Uhr morgends ununterbrochen rumgeklimpert!!!! Respekt!
Vereinzelt haben auch einige Fans neben der Strecke in Schlafsäcken gepennt und so lang für Stimmung gesorgt, bis sie eingeschlafen sind.

Morgends sind dann noch ca. 20 kleine Kinder in der Gruppe mit roten Shirts und kleinen Glocken an der Strecke rumgeturnt und ham einen kräftig angefeuert. Waren richtig süß die Kleinen!!

Unfälle und Pannen
- Schon bei der Streckenbesichtigung hab ich was von nem Handbruch aufgeschnappt...
- Gegen 1Uhr nachts hab ich aus der Entfernung jemanden direkt am Auslauf der Steil-Abfahrt gesehen, zu dem gerade ein Krankenwagen gefahren ist. In der nächsten Runde standen schon 3 Wagen da... Als ich direkt dran vorbeigefahren bin, wurde er gerade mit Beatmungsgerät in den RTW gehoben.
- Lars hat mir noch was von einem Fahrer erzählt, der mit fetter Halskrause in den RTW kam.
- Ansonsten hab ich öfters mal aufgeschürfte oder blutende Beine gesehen.
Felix hats anscheinend mal bei den Treppen hingelegt, was jedoch nichts großartiges war. Dann hat er sich in der Nacht am Kiesbett nen Platten geholt, woraufhin ich aus meinem Schlaf geholt wurde und in 5min auf der strecke sein musste... *schnarch* Hui, hab ich mich gefreut! *grummel*
Ich hatte dagegen keinen Platten und nicht mal eine Situation, in der es brenzlig wurde. toi toi toi!
Beleuchtung und Nacht
Die Nacht war natürlich böse: Konzentration lässt nach, man is hundemüde, die Schmerzen nehmen zu. Ich hab im Gegensatz zum Felix in jeder Pause versucht zu Schlafen. Das ganze war jedoch immer so n Halbschlaf... Wie im Delirium!
Ich war mit der Sigma Mirage sehr gut bedient, Felix dagegen hat an seinem Rotwild-Fully keinen Platz für nen Akku in der Getränke-Halterung gehabt und ist mit dem popeligstem Licht auf der ganzen Strecke gefahren!!

Laut seiner Aussage haben die Fackeln am Rand mehr Licht gegeben...
Schmerzen
Nicht die Beine waren das Problem bei mir. Nein, der A.R.S.C.H.!!!
In der Nacht fings an mit den Schmerzen, die sich bis zum Ziel sogar so gesteigert haben, dass ich bei jeder Unebenheit die Zähne zusammenbeissen musste... Und das ist keine Phrase sondern war buchstäblich so!! Mein Gesichtsausdruck muss ziemlich bösartig gewesen sein...
Schnell habe ich das Kopfsteinpflaster gehasst! Das war die reinste Folter!
Mit Einbruch der Nacht hatte ich Kopfschmerzen und bekam vom Lars mit, dass es Felix genauso ging. Nach langem Überlegen hab ich mich dann doch für n Aspirin entschieden, gegessen, getrunken und geschlafen mit der Folge, dass ich in der nächsten Schicht TOP-Fit war!!
Felix hatte zwar auch seine Wehwechen, welche aber nicht so stark vorhanden waren, wie bei mir.
In der morgendlichen Dämmerung schoss mir dann allerlei wirres Zeug durch den Kopf: "Ring Of Fire" von H-Blockxx (Cover), "Heart Of Steel" von Manowar (auch wenns nicht mein Geschmack ist) und die Textzeile von Rammstein "Mein Herz brennt", welche ich kurzerhand umgetextet hab: "Mein A.rsch brennt!". "TNT" von AC/DC hätt auch noch gut gepasst...
Dann fiel mir der Spruch eines Fans ein, von dem im Bericht in der MTB geschrieben wurde: "Der Schmerz geht, der Stolz bleibt"
Immer und immer wieder hab ich den Spruch im Kopf vor mir hergesagt und mich am Riemen gerissen.

Vormittags
Lars meinte irgendwann mal zu mir, dass wir laut Wertung gar nicht schlecht sind: Platz 24 von 48!
Anfangs war mir das irgendwie egal, aber nachdem wir dann auf Platz 22 gerutscht sind und nur noch wenige Stunden zu fahren waren, kam ganz leicht ein Renngefühl bei mir auf...
Tja, und irgendwann warens nur noch 3h...
Ziel
In der vermeintlich letzten Runde hab ich ziemlich Druck gemacht und einige überholt. Am letzten Anstieg kurz vor der Boxengasse für die Einzelfahrer hab ich Stoff gegeben, was nur ging und dabei gebrüllt wie n Wilder! :twisted:
Plötzlich standen links und rechts im Schatten der Bäume massig Biker, was mich sehr verwirrt hat! "Häää, wie jetzt?! Ziel?! Worauf warten die? Neee, kann doch nicht sein, dass die vor dem Ziel warten, damit sie nicht noch ne Runde fahren müssen!!"
Anscheinend war es aber so und ich hab dann so vor mich hingedacht: "Ach, wenn ich schon mal hier bin... Auf eine runde mehr oder weniger kommts jetzt auch nicht drauf an! Außerdem wird die eh verrechnet."
Also gut, auf ein neues...
Während ich dann also die wirklich letzte Runde fahre, sind kaum noch Fans an der Strecke. Die Strecke ist sehr leer geworden und die Absperrungen wurden teilweise schon abgebaut... hab mich fast schon alleingelassen gefühlt!
Und dann die Zieleinfahrt... Herrlich! Alles voll mit Fans! Party! Jubel! Hurra! Tschakka, endlich vorbei! Das Gefühl is einfach Wahnsinn! Total im A.rsch, aber wahnsinnig glücklich stehst du inmitten der Fahrer und Fans und hast es endlich hinter dich gebracht.

Und dann auch noch die Info, dass wir Platz 21 errungen haben! Klasse!
Tja, und dann gings los mitm aufräumen: total entkräftet und knülle mussten wir den ganzen Krempel zum Auto schleifen. Juhu! Toll...

Da kam Freude auf.
Letztendlich muss ich aber wirklich sagen, dass wir stolz auf uns sein können!
Ich für meinen Teil fahre eigentlich erst seit nem Jahr MTB... Die längste Tour war bei mir 62km lang! Und jetzt hab ich 235km aufm Tacho stehen! lol
Felix war wesentlich besser vorbereitet und hat auch dementsprechend ein anderes Tempo draufgelegt und somit 270km abgespult.
Hier die Ergebnisse: Ergebnislisten im Pdf-Format
Schaut euch unbedingt mal das Ergebniss des Siegers in der Einzelwertung an: 100 Runden mit 2mal 10min Pause!!! Der Kerl is doch ne Maschine!!! Wahnsinn! Der war quasi 23h und 40min auf der Strecke!
Wie dem auch sei: Nächstes mal sind wir definitiv wieder dabei! Jedoch als 4er-Team, da das ganze zwar auch im 2er machbar, aber verdammt stressig ist!
Zum Beispiel hätte ich sehr gerne Fotos von der Strecke gehabt, welche Lars aber nicht wirklich schiessen konnte, da er mit unseren Problemen beschäftigt war und selber auch noch n paar Stunden schlafen musste, um uns wieder heil nach hause zu fahren.
Er hat zwar Fotos gemacht, aber leider eben nicht vom Sonnenuntergang oder Ähnlichem.
Deswegen sind wir alle drei einer Meinung und fahren das ganze nächstes Jahr zu Viert!
Wenn noch Fragen aufkommen: Posten! Wir stehen Rede und Antwort!
Ich denke, dass so ein Rennen durchaus ne sehr gute Erfahrung ist und es sich wirklich lohnt so etwas mal mitzumachen.
in diesem Sinne
Kette rechts
Mfg Thomas