Dafür, dass das System so krank ist, geht's uns aber sau gut.
Natürlich geht es uns hier in Deutschland gut, aber es entwickelt sich in eine Richtung, die gar nicht gut ist.
Es sitzen Leute in Positionen, die bewiesen haben , dass die die Situation grandios fehleingeschätzt haben.
Es gibt heutzutage viele Zahlenschubser, die sich auf ihre Zahlen aus irgendwelchen ERP Systemen verlassen, anstatt ihren verdammten Kopf zu benutzen. Warum? Weil's bequem ist. 'Ich habe das Gefühl wir Menschen verdummen zunehmends, weil wir denken, dass Systeme oder Programme unsere Arbeit übernehmen können.
Die Fähigkeit, Sachen zu interpretieren gibt uns inb vielen Bereichen einen unersetzbaren Vorteil.
Ein ERP-System weiß eben nicht, dass gerad Pandemie ist und kann diese Zahlen nicht in dem Kontext sehen, der essentiell ist, um die Zahlen auch zu interpretieren.
Und ich bin wahrlich nicht der schlaueste Mensch auf diesem Planeten. Aber das, was wir in 2022 und 2023 gesehen habenbm, war für mich Anfang 2021, spätestens seit Mitte 2021 klar, dass es kommen wird, nachdem ich gesehen habe, was bei uns an Bestellungen eingeht.
In vielen Bereichen ist IMHO nicht mal das Overstocking der Problem, sondern die gestiegenen Zinsen.
Erkläre das doch mal bitte. Du kommst mit deiner Meinung (IMHO), bringst aber kein Beispiel oder ein Erklärung. Warum sollten gestiegene Zinsen das Problem sein? Warum ist Overstocking nicht das Problem?
Wenn du mit deiner "Meinung" kommst, und du meinst, was zum Thema beizutragen, dann schmeiß doch nicht einfach einen Brocken daher, der auf deiner Meinung basiert, sondern führe entsprechend aus, wenn nachgefragt wird.
Wie man sieht, hat die MTB Branche die letzten zwei Jahre gar nicht so schlecht überstanden.
Ja, das sieht m an ja an den unzähligen Pleiten und Entlassungen. Womit begründest du deine Aussage?
So lange Shimano und SRAM nicht verschwinden, sehe ich das alles sehr entspannt.
Den Herstellern meiner Bike-Componenten geht's überwiegend prächtig.
Das ist löblich für die Hersteller deiner Komponenten. scheinen gesund gewirtschaftet zu haben.
Ist aber halt IMHO

awesome

sehr eigensinnig gedacht ohne zu sehen, dass einfach viel falsch gelaufen ist.
Hier mal ein Podcast aus dem (damaligen) Epizentrum:
https://velo.outsideonline.com/2022...ram-gives-us-the-lowdown-on-the-supply-chain/
Das ganze kennt der Betriebswirt als Bullwhip Effekt. Ist eigentlich selbsterklärend.
Den Podcast haben ich mir eben angehört.
Der Podcast ist von Anfang 2022.
Und ganz ehrlich bringt das bei mir noch mehr Unverständnis zum Vorschein. Das, was anscheinend bei SRAM in 2022 noch geplant war, macht mir Angst.
In dem Podcast spricht der teilnehmende CEO von SRAM (ich hebe nochmal kurz hervor: Januar 2022) davon, dass sie Kapazitäten teilweise bereits um 100% ausgebaut haben und die Kapazitäten weiterhin ausbauen (die Aussage des weitergehenden Kapazitäzausbaus fiel mindestes drei mal im gesamten Podcast), und sie damit rechnen, dass ein Jahr von da an (also Anfang 2023) "supply und demand" wieder aufeinander eingespielt sind. Nun, was Anfang 2023, bzw. schon Gegen Ende 2022 passiert ist, wissen wir alle. Oder gab es noch jemanden, der da keine Kette gefunden hat, oder Probleme hatte, fast jedes ein Bike nach Wunsch zu bekommen und zwar zu ziemlich guten Konditionen?
Er spricht zu keinem Zeitpunkt davon, dass sie die Enwicklung wirklich kritisch sehen. Man bekommt den Eindruck dass es nahezu ausschließlich positiv zu sehen ist, mit großen Chance (z.B. durch "um bis zu 10-fach gestiegene Anzahl von Bikern" auch die Politik auf die Bedürfnisse der Biker besser aufmerksam machen zu können) dass sie, also SRAM, größer werden müssen, und das, ich zitiere seine Worte, "so schnell wie möglich".
Es wird von Millionen-Euro teuren Pressen, und Material und continouus shifts geredet. und dass es bis zu 18 Monate dauert, bis so eine Fabrik mit neuen Maschinen ausgestattet ist.
Ich habe nicht wirklich wahrgenommen, dass er von den Menschen spricht, die in Taiwan die SRAM Produkte bauen. Falls das irgendwo mal im Podcast vorkommt, bitte eine Hinweis, vielleicht habe ich es überhört.
Mitte 2021 haben wir Forecasts bekommen, die mich dazu veranlasst haben, bei den Marken persönlich anzurufen, um nachzufragen, ob sie sich überhaupt wirklich bewusst sind - also wirklich bewusst - über die Zahlen, mit denen sie planen - "Ja, die Bikes sind quasi bereits verkauft".
Schon vorher hatte ich Bedenken, aber spätestens da war mir klar, dass das nicht gut enden
kann.
Mehr als ein halbes Jahr später spricht der CEO von SRAM davon, Kapazitäten noch weiter auszubauen.
Ich weiß es nicht, warum ich den Crash so klar vor meinen Augen sehen konnte, aber andere scheinbar nicht.
Naja, wiederum mehr als ein Jahr später, liest man in Taiwan das hier:
https://www.gvm.com.tw/article/105233
https://news.ttv.com.tw/news/11208100027600N
Den Ausdruck "Bullwhip Effekt" kannte ich nicht, habe mich aber mal schlau gemacht:
https://mind-logistik.de/knowhow/bullwhip-effekt/
Den Begriff muss man aber auch nicht kennen, denn dieses Phänomen ist einfach nur logisch, wer sowas nicht bedenkt und hinterfragt bei seiner Planung, der macht seinen Job einfach schlecht.