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MTB World Champs 2011 – Champery
die ersten Wettkämpfe

Wie jedes Jahr hat die UCI es wieder einmal geschafft, das wichtigste MTB-Rennen des Jahres auf den Termin der wichtigsten MTB-Messe des Jahres zu legen. Während das Fachpublikum auf der Eurobike die neusten Produkte bewundert, kämpfen die besten MTB-Sportler der Welt, hier in Champery/Schweiz, um die Krone des Weltmeisters. Gestern fanden bereits die ersten Wettkämpfe statt und neben dem Gastgeberland Schweiz konnte sich auch Deutschland in einem guten Licht präsentieren. Und auch für die kommenden Tage stehen die Chancen für uns gut.

Nicht gut ist hingegen die Organisation der Veranstaltung. Teilnehmer, Betreuer, Zuschauer und alle weiteren Anwesenden müssen weite Strecken zurücklegen, um von A nach B zu gelangen. Da das Tal sehr schmal ist, bietet die Event-Area nur wenig Platz. So ist es beispielsweise nicht erlaubt, mit dem Auto zu den Wettkampfstätten zu fahren, was einige logistische Probleme mit sich bringt, insbesondere wenn man viel zu transportieren hat. Noch dazu liegen die Wettkampfstätten, die Expo-Area, der Zielbereich usw. in alle Richtungen verstreut. Im Vergleich mit der WM in MSA/Kanada im vergangenen Jahr, bei der alles sehr zentral gelegen und perfekt durchorganisiert war, besteht in Champery noch großer Nachholbedarf. Positiv hingegen sind die tollen Wettkampfstätten an sich, denn sie bieten sowohl Fahrern als auch Zuschauern eine Menge Spaß und tolle Action.

Für die Cross-Country Fraktion standen gestern die ersten Wettkämpfe auf dem Programm. Die diesjährigen MTB-Weltmeisterschaften wurden von den weiblichen U-19 Fahrern eröffnet. Nach nach 0:57:30.00 h konnte der Gastgeber Schweiz die erste Goldmedaille verbuchen. Die Triumphierende war die 17 Jahre junge Schweizerin Linda Indergand – sie konnte das Ziel mit 02:19 min Vorsprung vor ihrer Verfolgerin erreichen. Ihre Verfolgerin war keine geringere als die Deutsche, Lena Putz. Lena holte somit gleich beim ersten Wettkampf eine Silbermedaille für Deutschland – herzlichen Glückwunsch. Die Bronzemedaille ging an Italien mit der Südtirolerin, Julia Innerhofer.

Auch beim darauf folgendem Team-Wettbewerb präsentierte sich die Schweiz wieder einmal von ihrer besten Seite, auch wenn es nicht für Gold reichte. Dennoch war die Silbermedaille für das schweizer Team, mit Thomas Litscher (U-23), Forster Lars (Junior), Nathalie Schneitter (Women Elite) und Nino Schurter (Men Elite), durchaus im Rahmen. Den Sieg und damit auch die Goldmedaille sicherte sich jedoch der große Nachbar – Frankreich. Das Siegerteam setzte dich bei den Franzosen folgendermaßen zusammen: Fabien Canal (U-23), Victor Koretzky (Junior), Julie Bresset (Women U-23) und Marotte Maxime (Men Elite). Auf Platz drei landete, wie auch schon bei den Junorinnen, Italien. Deutschland musste sich mit der Besetzung Manuel Fumic (Men Elite), Christian Pfäffle (Junior), Sabine Spitz (Women Elite) und Marcel Fleschhut (U-23) mit dem fünften Rang zufriedengeben. Bis kurz vor Ende lag die deutsche Mannschaft noch auf Platz drei, doch konnte Marcel Fleschhut, der von Sabine Spitz ins Rennen geschickt wurde, den Vorsprung vor seinen Elite-Gegnern nicht halten und musst zwei Plätze an Italien und Tschechien abgeben.

Für heute stehen die Rennen der männlichen Junioren und der weiblichen U-23 Fahrer an. Ab 21:00 Uhr begeben sich die 4Cross Fahrer für die Quali auf die Strecke, es steht uns demnach ein spannender Tag bevor.

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