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Profi-Maschinen
9 World Cup-Bikes der XC-Damen im Kurz-Check

World Cup: Mit diesem Wort verbinden wir Biker sportliche Leistungen auf höchstem Niveau. Doch neben den Rennen gibt es auch ansonsten immer viel zu entdecken: Gemeint sind die edlen Bikes der Profis. Bühne frei für technischen Vorsprung, persönliche Vorlieben und ausgefallenes Tuning sowie begehrte Custom-Made Modelle für die Stars des XC-Rennzirkus. [Herren XC-Bikes]

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Jolanda Neff – LIV/Giant XtC 27.5″ Advanced SL Carbon

Auf die Frage, was an ihrem Rad speziell ist, antwortete Jolanda Neff lachend „Die Nummer 1 am Lenker.“ Anfang des Jahres überraschte Giant mit einem eigenen Rennteam mit Rädern von LIV, der neuen Damenmarke des Radriesen. Jolanda Neff schwärmte von der speziell auf Frauen abgestimmte Geometrie, mit der sie sich sicherer fühlen würde. Scheint geholfen zu haben, herzlichen Glückwunsch an die jüngste Gesamt-World Cup-Siegerin aller Zeiten!

# Jolanda Neff im U23-Weltmeistertrikot mit ihrem LIV Hardtail.
# LIV: die Damenmarke von Giant.
# Interessante Klemmung der Sattelstütze.
# Die Nummer 1 im World Cup!
# Fast schon eine Seltenheit - Shimano-Schaltung an Profibikes - Langsam wird sie dadurch nicht, ganz im Gegenteil.

Emily Batty – Trek Superfly 29

Das Hardtail von Emily Batty wiegt 8,6 kg, was für ein rennfertiges 29er Mountainbike ein sehr guter Wert ist. Wegen der steilen und langen Anstiege setzte die Kanadierin auf einen 2×10 Antriebsstrang mit einer Übersetzung von 36/26 am Kettenblatt. Die gewöhnungsbedürftige Sitzposition macht eine Sattelstütze mit 5mm Krümmung nach vorne möglich. Das Cockpit besteht aus einem 650 mm breitem Bontrager RXXXL Lenker und einem Bontrager RXL Vorbau mit 100 mm Länge und -25° Neigung.

# Emily Batty mit ihrem Trek Superfly.
# Um die korrekte Sitzposition zu bekommen, wurde die Sattelstützenkröpfung nach vorne gedreht.
# Das Bike der Kanadierin Emily Batty.
# Um immer den richtigen Gang zu haben, setzt Emily Batty auf einen 2x10 Antrieb.
# Lenkzentrale ohne Schnick-Schnack.
# Durch den elektronischen Lock-Out lässt sich die Fox-Gabel blitzschnell blockieren bzw. öffnen.
# Elegante Rahmenformen mit cleaner Bremssattelaufnahme.

Elisabeth Brandau – Radon Black Sin 29

Im Gegensatz zu den anderen Fahrerinnen ist Elisabeth Brandau ihr eigener Chef, was auch bedeutet, dass sie sich selbst um ihr Rad kümmern muss. Elisabeth Brandau bekommt das fertige Rad von Radon geliefert und veredelt es dann für die Wettkämpfe mit Komponenten von Tune, KCNC und Eggbeatern von Crank Brothers, die sie hauptsächlich wegen Crossrennen fährt.

# Elisabeth Brandau mit ihrem Radon.
# Edle Tune-Naben drücken das Gewicht des Laufradsatzes.
# Schalten tut die schnelle deutsche Dame wie viele andere mit der XX1
# Natürlich passt der Tune Sattel farblich perfekt zum Rest des Bikes.

Julie Bresset – BH Ultimate 27,5

Spezieller kann ein Rad wohl nicht mehr aussehen: Standardrahmenform und Serienlack? Fehlanzeige. Die seltsame Hinterbauform soll den Vorteil haben, dass man den Sattel über einen größeren Bereich verstellen kann ohne, dass sich die vertikale Höhe entscheidend ändert. 650B ist die neue angesagte Größe in der Fahrradindustrie. BH ließ ihre Fahrer alle Radgrößen testen und dann wurde ausgewählt. Im Gegensatz zu ihren großen Teamkollegen Stephane Tempier oder Maxime Marotte setzte Julie Bresset auf die Zwischengröße 650B statt auf 29 Zoll.

# Das BH-Hardtail von Julie Bresset - Kein anderer Rahmen fällt so aus dem Muster
# Die Nationalität lässt sich auch an der Nabe gut erkennen
# Gebremst wird mit der neuesten MT-Generation - Am neuen Hebel lassen sich Druckpunkt und Hebelposition extern einstellen.
# Weltmeisterstreifen am Bike von Julie Bresset.
# Custom-Made Rahmen-Design vom Feinsten.
# Rot ist das Schaltauge, die andere Seite logischerweise blau - Französischer Patriotismus eben
# Carbonkrone der Suntour Axon Gabel, mit Lockout vom Lenker aus.

Alexandra Engen – Ghost HTX 29

Als Anerkennung ihres Weltmeistertitels bekam Alexandra Engen ein spezielles Rad von Ghost aufgebaut. Der Teammanager Tom Wickels baute den Rahmen dann mit viel Liebe zum Detail auf, achtete aber auch darauf, dass es besonders ideal für Sprintrennen passt. 38er Kettenblatt, Candy Pedale, straffer abgestimmte Gabel mit 30-40% mehr Luft, Low Riser Lenker mit 720 mm Breite und 2,25″ Reifen, teilweise sogar mit SnakeSkin Seitenwand, vermitteln mehr Sicherheit und bieten im Eifer des Gefechts mehr Reserven gegen Defekte.

# Die Frohnatur Alexandra Engen mit ihrem Weltmeister-Sprintbike.
# Schnellspanner, Nabe und Bremsscheibe im Weltmeister-Design.
# Blau, Rot, Schwarz, Gelb und Grün - Tuning vom Feinsten.
# In Albstadt noch die Nummer 1 im Sprint - Im weiteren Saisonverlauf musste Alexandra Engen leider eine Pflichtpause einlegen.
# Ordentlich abduschen - damit die Bikes auch weiterhin glänzen

Katrin Leumann – Ghost HTX 29

Ax-Lightness und Tune als Sponsor macht ein Gewicht von 7,9 kg beim XCO-Bike möglich. Die Clincher-Felge bietet 24 mm Innenweite, das Kettenblatt variiert je nach Fahrer in Albstadt zwischen 30 oder 32 Zähnen, die Lenkerbreite von 660 bis 700 mm.

# Katrin Leumann war leider verhindert, das Rad alleine ist aber auch so sehr edel.
# Hier parkt das Rad meistens an Rennwochenenden.
# Ersatzteile noch und nöcher.

Jenny Rissveds – Scott Scale 700 (27,5″)

2013 konnte Jenny Rissveds die amtierende Weltmeisterin Alexandra Engen bei den schwedischen Meisterschaften im Sprint bezwingen – Scott gratulierte mit einer Sonderlackierung.

# Jenny Rissveds mit ihrem Scott Scale 700
# Kettenführung am Rad von Jenny Rissveds.
# Schwedische Meisterin 2013

Kathrin Stirnemann – haibike Greed 29

Kathrin Stirnemann gewann auf diesem Rad den Gesamt-World Cup im Sprint. 8,1 kg schwer und mit sehr edlen und ansonsten nicht erhältlichen Tune-Komponenten aufgebaut.

# Kathrin Stirnemann vom Sabine Spitz Haibike Team.
# Der Vorbau bringt die Front nach unten, die 670 mm breite tune "Turnstange" sorgt für gute Kontrolle.
# Feine Decals und farblich passende Nokon-Züge am Rad von Kathrin Stirnemann.
# Dürfte mit 1,28 kg wohl einer der leichtesten 29er Standard-Laufradsätze sein - Tune Nabe, Messerspeichen und NoTubes Valor Felge.
# Sowas bekommen nur Profis - Tune Nabe mit Teamlogo.
# Das Greed Team
# Die goldene KMC Kette wird säuberlich gereinigt, damit sie leicht läuft und glänzt.

Nadine Rieder – Rotwild R.R2 HT 29

Das Team AMG-Rotwild fährt 26″ Latex Schläuche auf 29″ Felgen, wodurch der Schlauch mehr auf die Felge gepresst wird und sich das Reifenprofil leichter bewegen lässt. Fühlt sich ein wenig nach Tubeless an, auch wenn man mit hohem Druck fährt. Der Vorteil liegt hauptsächlich an dem einfacherem Wechsel der Reifen – bisher hat das System laut Mechaniker keinerlei Probleme gemacht.

Im Sprint setzt Nadine Rieder wegen den Sprüngen auf eine Vario-Stütze, was das Gesamtgewicht des Rades auf 8,7 kg erhöht.

# Nadine Rieder mit ihren zwei Rennfeilen.
# Lenkzentrale von Nadine Rieder inkl. Remotehebel für die Variostütze.
# Für den Sprint ist 1fach mehr als ausreichend. Fehlende Gänge werden durch Power wettgemacht.
# Damit die Kette zuverlässig bleibt wo sie ist, wurde eine leichte Kettenführung montiert.
# Ein noch seltener Anblick - Variostützen an XC-Bikes.
# Gefahren wird mit 26" Latex-Schlauch trotz 29er Reifen.
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