Topeak E-Torqbar: Digitaler Drehmomentschlüssel für unterwegs

Werkzeug das kein Mensch braucht jetzt auch elektrisch. :spinner:
Und wenn es während der Fahrt den Lenker verdreht dann gehört man sicher nicht zu den Menschen, die einen Drehmomentschlüssel haben und einen Vorbau oder Gabelschaft hat sicher noch niemand zerstört wenn er die Schrauben mit mehr als den sonst empfohlenen 5Nm anzieht.
 
Wir reden von Nachhaltigkeit und CO2 Fußabdruck und Hersteller müssen in die Welt herausposaunen, dass sie zwei Kabelbinder an der Verpackung eingespart haben.
Gleichzeitig elektrifizieren wir jedes noch so schöne und unkomplizierte mechanische Teil plötzlich und machen es unpraktischer. Wir Menschen sind manchmal echt sowas von bescheuert.
Das dachte ich auch, aber Menschen fahren auch mit MoFas/Fahrrädern mit fetten Elektromotoren und fetten Akkus durch den Wald obwohl es das nicht bräuchte.:troll:
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber nach(!) dem die beiden Klemmschrauben am Vorbau festgezogen worden sind, denke ich doch? Dann kann es den Sinn haben zu garantieren, dass man die Kappe nicht verliert. Aber vollkommen übertrieben ist es trotzdem.
Wenn man die Schraube bei losen Vorbauklemmschrauben so anknallen soll, hat der Entwickler des Teils vermutlich Verwandte, die Steuersätze herstellen und den Umsatz steigern wollen.
 
Wir reden von Nachhaltigkeit und CO2 Fußabdruck und Hersteller müssen in die Welt herausposaunen, dass sie zwei Kabelbinder an der Verpackung eingespart haben.
Gleichzeitig elektrifizieren wir jedes noch so schöne und unkomplizierte mechanische Teil plötzlich und machen es unpraktischer. Wir Menschen sind manchmal echt sowas von bescheuert.

Könnte man jetzt draus ableiten, dass Menschen die zuviel über Nachhaltigkeit und Co2 Fussabdruck reden, bescheuert sind?

:D

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That's a Scott and nowhere in the user manual is there a reference to the torque setting of the top cap bolt. The two bolts for the stem to tighten down on the steerer tube are clearly marked on the alloy stem as 6Nm (5Nm for the integrated carbon stem/bar). I can understand someone with not a lot of mechanical skills assuming that the settings would also reference the top cap bolt.
In relation to the E-Torqbar, I will wait for the bluetooth version so that I can download the app for my phone/sync to the Garmin/FA etc. I would also check for any deviation to the setting after a ride by downloading the data to my PC and check the top cap setting graph that I could share on Instagram.
 
Da reichen mir 0,2 Nm Genauigkeit, bei mir reicht 3,6 Nm.

Die 0,2 Nm sind auch völlig egal. Ohne Angaben zu Material und Zustand der Schraube ist das eh alles nur eine grobe Schätzung. Von trocken vs. gefettet ganz zu schweigen.
Nicht umsonst wird in der Industrie bei kritischen Anwendungen nicht mehr mit dem Drehmoment gearbeitet, sondern die Schraube auf anderem Wege vorgespannt.
 
Moin Sacki, sag mal hast du eigentlich eine elektronische Pumpe oder Schaltung? 😉
Pumpe:
Ja, habe ich. Eine elektonische Dämpferpumpe. Hab ich vor gut 10 Jahren von Renä und Schubi von Bionicon auf den Geburtstag bekommen. Das gute an der digitalen Pumpe ist, ist dass sie eine Ablesegenauigkeit von 1psi hat, wohingegen die analogen Pumpen nur 10psi haben. Zumindest ist mir keine analoge Dämpferpumpo mit genauerer Skala bekannt. Für Stützen reichen 10psi aus. Für Dämpfer oder Gabeln ist eine genauere Ablesbarkeit mitunter wünschenswert.

Schaltung:
Ja, habe ich. Sowohl AXS als auch AXS Transmission. Beides habe ich mir gekauft, weil ich ich es probieren will/muss. Als jemand, der u.a Rahmen konstruiert, sollte man wissenm auf was man achten muss, und wie sich so ein Schaltwerk verhält und wo es Platz braucht. Wäre ich nicht in der Industrie, hätte ich mir vermutlich keine der beiden Schaltungen freiwillig ans Bike geschraubt.

Gewicht Schaltwerk SRAM X01 Eagle: 275g
Gewicht Schaltwerk SRAM AXS X01: 390g
Gewicht Schaltwerk SRAM AXS Transmission X01: 470g

Straßenpreis Schaltwerk SRAM X01 Eagle: ~150€
Straßenpreis Schaltwerk SRAM AXS X01: ~350€
Straßenpreis Schaltwerk SRAM AXS Transmission X01: ~450€

Abgesehen davon, dass die Schaltungen viel mehr kosten und viel mehr wiegen und für mich, mit meinem Schaltverhalten kein Quantensprung hinsischtlich Schaltperformance sind, haben sie natürlich unstrittige Vorteile hinsichtlich Montage.
Ich bin aber ein Fan der Mechanik, und wenn ein Rahmen gut gemacht ist, dann ist eine Zugverlegung ein Kinderspiel -sowohl für Schaltung, als auch für Stütze.

Man mag es nicht glauben:
Ich habe sogar mehrere elektrische Stützen anderer Hersteller. Diese hätte ich mir - vor allem wegen der aufgerufenen Preise - nicht nur wahrscheinlich, sondern ganz sicher nicht freiwillig ans Rad geschraubt.

Anyway, man muss nicht päpstlicher sein als der Papt - manche elektrische Spielereien können ganz nett sein. Manches ist m.M.n.aber auch wirklich zu viel des Guten, und niemand würde es vermutlich vermissen, sollte es wieder vom Markt verschwinden.

Zu dem vorsgestellen Artikel finde mechanische Alternativen spannender, die einen Bruchteil kosten und leichter und kompakter sind.
 
Das dachte ich auch, aber Menschen fahren auch mit MoFas/Fahrrädern mit fetten Elektromotoren und fetten Akkus durch den Wald obwohl es das nicht bräuchte.
Und lassen sich das Schaltwerk von einem Elektromotor bewegen, obwohl es der Daumen genauso gut könnte.

Ich finde das Teil ganz gut für diejenigen, die unterwegs unbedingt mit DreMo arbeiten wollen. Gut ablesbar und die Elektronik spart Packmaß.
 
Gibt es für das Ding auch einen Kalibrierungsservice, wie z.B. es Hazet oder Gedore anbieten? Gerade bei Carbonrahmen sind die Drehmomente einzuhalten, wenn da steht "4Nm", dann heißt das eben nicht 3 oder 5Nm. Wenn der Carbonrahmen "knack" sagt, dann ist es halt passiert...
 
und bei Orbea arbeiten nur Gipser oder was?
Ein paar ganz sicher! Könnte ein paar Indizien nennen die belegen das die nicht nur Nobelpreisträger beschäftigen. Sofern darf man das schon mal kritisch beäugen. Aber das wird dann Offtopic.

Zum Werkzeug: Oute mich als Besitzer einer elektronischen Dämpferpumpe. Nicht nachhaltig, aber top!
Drehmoment will ich mechanisch zum Einstellen, und ohne Lichtorgel.
 
Die 0,2 Nm sind auch völlig egal.
Eine Drehmomentangabe für eine Verschraubung wird ja angegeben, gerade weil eine Schraube in einen genau definierten Vorspannungsbereich gebracht werden soll. Mal abgesehen davon, dass die Vorspannungskraft um 50% varieren kann; die Wiederholgenauigkeit (der Vorspannungskraft) ist bestenfalls mäßig.

Bei Schauben an Fahrrädern sind aber -zumindest oftmals- Stahlschrauben in Aluminium-Gewinden verbaut. Da dient eine Drehmomentvorgabe eher dazu, das Gegengewinde der Verschraubung nicht zu überlasten.

Und da wird es interessant:
Shimano schreibt für die zwei Befestigungsschrauben der linken Kurbeln 12 bis 14 Nm vor. Sportlich bei M6 Schrauben, noch sportlicher für das Alu-Gewinde im Kurbelarm. Und wenn ich es kürzlich richtig gesehen habe, waren die Gewinde im Auslieferungszustand gefettet. Aber es hält. Die werden schon wissen, warum eine solche Vorgabe gemacht wird.

Einfach mutig schrauben, wird schon passen.
 
Zu dem vorsgestellen Artikel finde mechanische Alternativen spannender, die einen Bruchteil kosten und leichter und kompakter sind.
Hallo Sacki und danke für deine ausführliche Antwort und Zeit.

Tatsächlich hat Topeak mit dem Torq Rocket mini EX einen kompakten mechanischen Drehmentschlüssel im Programm. TPG, Topeak und Lezyne Torque Drive CNC, hatten quasi die ersten Drehmomentschlüssel für die Hosentasche. Danach folgen abgestuft größere Modelle.

Ablesegenauigkeit von 1psi
Genau aus dem selben Grund, machen elektronische Drehmomentschlüssel Sinn.
Perse nicht schlecht, nur von Topeak motivationslos umgesetzt.

Zusammengefasst, ein elektronischer, gut umgesetzter Drehmomentschlüssel macht durchaus Sinn und kann gebraucht werden.

Bis auf die Dämpferpumpe, ist der Rest deiner Aufzählungen, tatsächlich unnötiger Elektrokram.
Ich würde zur Arbeit, Reisen oder Bike Parks am Fahrwerk nie auf Akkus setzen.
Zu unzuverlässig, zu aufwendig, zu Abhängig, zu teuer. Halt Spielerei.
Einiges davon habe ich natürlich auch elektronisch, für die Hausrunde zum spielen alles schick, für mehr und Zuverlässigkeit, würde ich aber klassisch Zug fahren. Jeder und überall kann dir helfen, wenn was ist.
 
Genau aus dem selben Grund, machen elektronische Drehmomentschlüssel Sinn.
Perse nicht schlecht, nur von Topeak motivationslos umgesetzt.

Zusammengefasst, ein elektronischer, gut umgesetzter Drehmomentschlüssel macht durchaus Sinn und kann gebraucht werden.
Wenn die Drehmomentschlüssel bereits 4% Toleranz haben, lässt mich das stark Zweifeln, dass sie wirklich mit einer Genauigkeit auslösen, das einem PSI bei einer Dämpferpumpe entspricht.
Und auch bei dieser sollte man eher den SAG messen und dann entsprechend nach oben oder eben nach unten korrigieren.
Beim Drehmoment besteht zudem schon eine gewisse Toleranz, welche die Hersteller natürlich nicht laut hinausposaunen, weil sie damit die “Spezialisten” auf den Plan rufen würden, die dann noch härter anknallen würden, bis es eben tatsächlich zu viel wird. So in der Art: “bei der Sattelstützenklemme sind maximal 5 Nm erlaubt, aber der Hersteller der Stütze informiert, dass da eine gewisse Toleranz nach oben besteht, dann kann ich sie ja mit 10 Nm anknallen”.
In Wirklichkeit sind bereits die 5 Nm fern jeder Rationalität.
Ich fahre immer Schnellspanner an der Stütze. Und einer dieser Schnellspanner hat auf der anderen Seite einen Inbusschraubenkopf, mit dem man die Endspannung einstellen kann. Ich habe mal mit dem Drehmomentschlüssel kontrolliert, wie groß denn das Drehmoment der Schraube ist, wenn ich den Schnellspanner maximal zuknalle. Era waren drei Newtonmeter. Und die Schraube war M6. Nicht M4 wie an so mancher Sattelstützenklemme der Gewichtsfetischisten.
Ich finde den Dremo hier ganz nett und ich könnte mich hier auch überreden lassen, ihn zu kaufen. Aber mein Drehmomentschlüssel der von 2 bis 24 Nm geht und immer noch gleich präzise auslöst wie mein Topeak mit 4, 5 und 6 Nm Aufsatz, reicht mir vollkommen.
 
Wenn die Drehmomentschlüssel bereits 4% Toleranz haben, lässt mich das stark Zweifeln
Keine Frage. Extrem genaue elektronische Drehmomentschlüssel, kosten fast 1000€ und selbst die müssen regelmässig geprüft - ausgetauscht werden.

Zu der Dämpferpumpe.
Wenn man sich Notizen macht, sind genaue Werte wichtig.
Da geht es nicht mehr nur grob nach dem Gummi oder nach einer Tacho-Anzeige.
Sommer wie Winter, passe ich meine Fahrwerke und den Luftdruck der Reifen an.
Jedes Bike von mir, bekommt Platz in meinem kleinen Notizblock, wo Lüftdrücke, bei welchen Wetterbedingungen, Tunes ggf. Höhenmeter aufgeschrieben werden.
Die Topeak 2 Stages ist für sowas schon was feines.
Reifen und Fahrwerk, kann mit einer Pumpe angepasst werden.

Feine Arbeiten mache ich mit dem Wiha, alles andere mit 0815 Drehmomentschlüsseln.
Natürlich super teure Leichtbauteile, die keiner braucht.

Man muss nur wissen wie man anfängt.
Ich hatte schon ein paar mal den richtigen NM eingestellt, bis ich bemerkt habe, das Drehmomentschlüssel spinnt. Deswegen fange ich erstmal mit 2Nm an, um zu schauen ob der funzt und prüfe das anschließend erneut bei einer höheren Zahl.

Bei einem Torq Rocket mini EX, muss man nur genau hinschauen und sich kurz konzentrieren, der macht halt nicht Klack, es ist eine optische Prüfung.

Wer mit Carbon-Paste arbeitet, kann sowieso weniger nehmen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn die Drehmomentschlüssel bereits 4% Toleranz haben, lässt mich das stark Zweifeln, dass sie wirklich mit einer Genauigkeit auslösen, das einem PSI bei einer Dämpferpumpe entspricht.
Und auch bei dieser sollte man eher den SAG messen und dann entsprechend nach oben oder eben nach unten korrigieren.
Beim Drehmoment besteht zudem schon eine gewisse Toleranz, welche die Hersteller natürlich nicht laut hinausposaunen, weil sie damit die “Spezialisten” auf den Plan rufen würden, die dann noch härter anknallen würden, bis es eben tatsächlich zu viel wird. So in der Art: “bei der Sattelstützenklemme sind maximal 5 Nm erlaubt, aber der Hersteller der Stütze informiert, dass da eine gewisse Toleranz nach oben besteht, dann kann ich sie ja mit 10 Nm anknallen”.
In Wirklichkeit sind bereits die 5 Nm fern jeder Rationalität.
Ich fahre immer Schnellspanner an der Stütze. Und einer dieser Schnellspanner hat auf der anderen Seite einen Inbusschraubenkopf, mit dem man die Endspannung einstellen kann. Ich habe mal mit dem Drehmomentschlüssel kontrolliert, wie groß denn das Drehmoment der Schraube ist, wenn ich den Schnellspanner maximal zuknalle. Era waren drei Newtonmeter. Und die Schraube war M6. Nicht M4 wie an so mancher Sattelstützenklemme der Gewichtsfetischisten.
Ich finde den Dremo hier ganz nett und ich könnte mich hier auch überreden lassen, ihn zu kaufen. Aber mein Drehmomentschlüssel der von 2 bis 24 Nm geht und immer noch gleich präzise auslöst wie mein Topeak mit 4, 5 und 6 Nm Aufsatz, reicht mir vollkommen.

Hier gehts doch nicht um Medizintechnik oder bemannter Raumfahrt. 4% Toleranz ist völlig egal.
 
Einfach mutig schrauben, wird schon passen.
Ist auch ne Erfahrungssache. Irgendwann weiß man wie fest, dass es nicht mehr lose kommt.
Im Cockpit z.B. schraube ich alles viel zu lose fest, so dass es sich gerade nicht beim bedienen wegdreht aber mit ein wenig Kraft verdrehen lässt. Dann haben die Hebelchen im Falle eines Sturzes die Chance auszuweichen.

Bei Shimano (und anderen) sind manche Schrauben mit Schraubensicherung vorbehandelt. Ich denke die brauchen etwas mehr Drehmoment. Aber auch nur beim ersten mal....
Ob die Kurbelschraube dazugehört weiß ich gerade nicht.
 
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