Reparaturlösungen von Fiberescue: Carbon-Rahmen retten statt ersetzen

Grundsätzlich absolut begrüßenswert. Sind ja auch weder die Einzigen, noch die Ersten, die sowas anbieten. Allerdings wird es wohl oftmals auf Liebhaberei bzw. wirtschaftlichen Totalschaden hinauslaufen, wenn es bei 360 € erst los geht.

Damit will ich nicht sagen, dass die Jungs überteuert wären. Kann mir ungefähr vorstellen, welcher Aufwand da getrieben werden muss, um hinterher auch gewährleisten zu können, dass es hält. Die Preise sind sicherlich angemessen. Aber letztlich werden sicherlich viele Endkunden - allen hier im Thread gleich folgenden Beteuerungen zum Trotz - bestimmt oftmals nach den Kosten entscheiden und nicht nach Nachhaltigkeitserwägungen.
Na ja, viele Carbonrahmen liegen im 2000-4000€ Bereich. Da wäre selbst für 1000€ die Reparatur wirtschaftlich.
Das Problem ist eher dass zu viele Leute sich wie Elstern verhalten und immer gleich was glänzendes Neues haben wollen.
 
Na ja, viele Carbonrahmen liegen im 2000-4000€ Bereich. Da wäre selbst für 1000€ die Reparatur wirtschaftlich.
Das Problem ist eher dass zu viele Leute sich wie Elstern verhalten und immer gleich was glänzendes Neues haben wollen.
Das kommt noch dazu: Dann habe ich ja "nur" den geflickten alten S-Works, und das Nachfolgemodell hat ja ein zweites Staufach und einen ein halbes Grad flacheren Lenkwinkel...
 
Also grundsätzlich begrüße ich Carbon-Reparaturen! Hatte auch vor kurzem Montags einen Ast der zwischen Kurbel und Kettenstrebe hochgedrückt wurde und dabei die Kettenstrebe beschädigt hat, was ich dann erst zuhause feststellte. Hab im Bekanntenkreis gefragt und einen Tipp in der Gegend bekommen, dem ich mein Rad dienstags bringen und freitags instandgesetzt gegen 200 Euro wieder abholen und Samstags ein Rennen fahren konnte! Man sieht, dass was repariert wurde aber ich sehe das als Narbe am Rad und werde es auch so lassen 😊

Wenn jemand den Kontakt möchte gerne melden 😎

Vorher:
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Nachher:
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Zuletzt bearbeitet:
Was @Geisterfahrer sagt. Und ich glaube auch nicht, dass das Hauptinteresse Nachhaltigkeit ist. Sonst wäre es ne gGmbH oder ein Verein.

Was kosten denn die Reparaturen bei anderen Carbonspezies wie miro? Pauschal sicherlich schwer zu sagen, aber mir kommt es hier teuer vor.
So ein Unsinn. Nachhaltigkeit hat nichts mit Gewinnorientierung zu tun. Das sind zwei grundsätzlich unterschiedliche Dinge. Was Du meinst ist gemeinnützig.
 
Ich würde mich eher an Betriebe halten, die für die Reparatur von CfK Teilen für die Luftfahrt zertifiziert sind. Die wissen was sie tun und stehen dafür gerade. Preise? Keine Ahnung!
Die Firma gehört mit Wimmer Composites zusammen (siehe Impressum), welche unter anderem für Luftfahrt sowie medizinische Anwendungen zertifiziert ist. Ebenso ist diese im Motorsport Bereich tätig und baut bspw. auch Bobs für den Eiskanal.
 
Grundsätzlich absolut begrüßenswert. Sind ja auch weder die Einzigen, noch die Ersten, die sowas anbieten. Allerdings wird es wohl oftmals auf Liebhaberei bzw. wirtschaftlichen Totalschaden hinauslaufen, wenn es bei 360 € erst los geht.

Damit will ich nicht sagen, dass die Jungs überteuert wären. Kann mir ungefähr vorstellen, welcher Aufwand da getrieben werden muss, um hinterher auch gewährleisten zu können, dass es hält. Die Preise sind sicherlich angemessen. Aber letztlich werden sicherlich viele Endkunden - allen hier im Thread gleich folgenden Beteuerungen zum Trotz - bestimmt oftmals nach den Kosten entscheiden und nicht nach Nachhaltigkeitserwägungen.
Nach vier Rahmenbrüchen in nun drei Jahren Propain bin ich ein echter Experte in Sachen Crash Replacement, und da zahle ich bei PP 400eur. Und ehrlich, Nachhaltigkeit hin oder her, da zahle ich lieber 50 Euro für einem neuen Rahmen als einen zusammengeklebten alten, auch wenn ich fest davon überzeugt bin das die neuen Rahmen kein deut schlechter halten würden.
 
Naja, das ist halt immer das Problem mit Reparaturen: das ist zum großen Teil ein rein manueller Prozess, wohingegen bei der initialen Produktion oftmals so viel wie möglich automatisiert wird, je nach Branche. :ka:
 
Ich glaube nicht, dass es einer gewinnorientierten Firma in erster Linie um Nachhaltigkeit geht. Dann wäre sie am Ende eben wahrscheinlich nicht überlebemsfähig am ominösen Markt.

Aber: Stahl:love:
Ist es nicht eher so, dass gerade gewinnorientierte Unternehmen sich um Nachhaltigkeit bemühen sollten, denn sonst sägen sie am Ast, auf dem sie sitzen. Ansonsten gibt es für diese Unternehmen irgendwann keine Rohstoffe, keinen Markt, keine Abnehmer mehr.
Leider fällt dieses Denken der Gewinnmaximierung zum Opfer.
 
Bei den Kommentaren hier juckt es mich so in den Fingern, dass ich mal wieder selbst was schreiben muss. Ich habe nichts mit Fiberesque am Hut, finde aber gut, was die da anbieten. 359 Euro für Ultraschallanalyse, Reparatur und Lackierung sind eher als sehr günstig anzusehen. Als Idealismus würde ich das auch nicht abtun, die Alternative eines neuen Rahmens ist ja ein vielfaches teurer. Ultraschall ist in der Composite-Industrie weit verbreitet und in vielen Fällen bildgebenden Methoden wie Röntgen oder MRI überlegen, man erkennt z.B. Delaminationen, bei denen die delaminierten Lagen immer noch aufeinander liegen.
Und ja, es gibt viele, die auch günstiger reparieren. Dann aber ohne Schadensanalyse und Lackierung. Das sind meist die aufwändigeren Prozesse als das Laminieren.
 
Bei den Kommentaren hier juckt es mich so in den Fingern, dass ich mal wieder selbst was schreiben muss. Ich habe nichts mit Fiberesque am Hut, finde aber gut, was die da anbieten. 359 Euro für Ultraschallanalyse, Reparatur und Lackierung sind eher als sehr günstig anzusehen. Als Idealismus würde ich das auch nicht abtun, die Alternative eines neuen Rahmens ist ja ein vielfaches teurer. Ultraschall ist in der Composite-Industrie weit verbreitet und in vielen Fällen bildgebenden Methoden wie Röntgen oder MRI überlegen, man erkennt z.B. Delaminationen, bei denen die delaminierten Lagen immer noch aufeinander liegen.
Und ja, es gibt viele, die auch günstiger reparieren. Dann aber ohne Schadensanalyse und Lackierung. Das sind meist die aufwändigeren Prozesse als das Laminieren.
Der erste Kommentar wo man merkt das ja jemand Ahnung hat :-)
 
Ich finde es gut, dass Reparaturen von CArbonrahmen angeboten werden.
Mein Gravelrahmen hat zuletzt selbst einen Sturz erlitten und dabei ist die Sitzstrebe gebrochen.
Da mir der Rahmen zu schade für die Weiterverwertung ist, habe ich ihn selbst repariert.
Irgendwann habe ich mal was mit Carbon und Kunststoff studiert und eine rudimentäre Ahnung, wie man sowas reparieren kann, ohne freiwillig den Freitod zu wählen.
Optisch, mangels optimalem Werkzeug, kein Highlight...aber wieder nutzbar.

Für diejenigen, die es selbst nicht können und gerne mit Gewährleistung unterwegs sind, ist eine Reparatur unter 400,- für einen Rahmen durchaus ein tolles Angebot!
Zumal das auf jeden Fall nachhaltig ist - einen Alurahmen kannst du nicht so ohne Weiteres reparieren lassen, so dass dieser auch langfristig und belastungsgerecht hält.
Carbon ist schon ein toller Werkstoff!
 
Ist es nicht eher so, dass gerade gewinnorientierte Unternehmen sich um Nachhaltigkeit bemühen sollten, denn sonst sägen sie am Ast, auf dem sie sitzen. Ansonsten gibt es für diese Unternehmen irgendwann keine Rohstoffe, keinen Markt, keine Abnehmer mehr.
Ja, schon.
Aber wenn es so weit ist, dann sind die momentan Verantwortlichen nicht mehr verantwortlich.
Oder sind nicht mehr greifbar, weil Staub.
 
Was ich viel spannender fände: Wenn die Firma günstig defekte Rahmen ankaufen und diese dann zu attraktivem Preis wieder dem Markt zuführen würde.

Was meint ihr, könnte das nicht ein spannenderes Business Model sein?
Spannende Idee, aber mit Hürden.

Als gewerblicher Anbieter unterliegt er der gesetzlichen Gewährleistungspflicht. Das muss man bei einem beschädigten Rahmen schon wollen und entsprechend einkalkulieren.
Außerdem muss der Anbieter sicherstellen keine Rahmen zu bekommen welche nicht durch Crashreplacement oder Gewährleistung/Garantie ersetzt wurden, und damit eigentlich aus dem Verkehr gezogen wurden. Das Verlangen üblicherweise die Hersteller bei Austausch.
Derartige Rahmen dürfen nicht mehr in den Verkehr kommen, sonst sind Probleme vorprogrammiert.
btw.: Ich habe alle reparierten Rahmen an den entsprechenden Stellen explizit nicht mehr auf kosmetisch "unsichtbar" lackieren lassen.
1. ich kann die Stelle besser im Auge behalten und 2. soll von vornherein ausgeschlossen werden das der Rahmen als "unbeschädigt" wo landet, falls ich ihn aus der Hand geben sollte...
 
Allerdings wird es wohl oftmals auf Liebhaberei bzw. wirtschaftlichen Totalschaden hinauslaufen, wenn es bei 360 € erst los geht.
Klar, wenn der austausch rahmen 1500€ kostet (crash replacement) sind 800€ für eine reperatur nicht unbedingt wirtschaftlich.
aber viele Carbon Rahmen kosten ja 3000€ oder aufwärts. hinzu kommt Verfügbarkeit/Lieferzeit und ggf. Kompatibilität.
Da kann eine reparatur für viele sicher schon eine gute option sein.
 
Klar, wenn der austausch rahmen 1500€ kostet (crash replacement) sind 800€ für eine reperatur nicht unbedingt wirtschaftlich.
aber viele Carbon Rahmen kosten ja 3000€ oder aufwärts. hinzu kommt Verfügbarkeit/Lieferzeit und ggf. Kompatibilität.
Da kann eine reparatur für viele sicher schon eine gute option sein.
Es gibt aber auch ältere Carbonrahmen. Ich hatte z.B. noch ein Carbon Fully mit einem Schaden an der Dämpferaufnahme - da ist man wirklich froh über Leute, die das reparieren können.
 
Ich kann mir kaum vorstellen dass das viele in Anspruch nehmen werden. 99% im Sport interessiert Nachhaltigkeit doch eher weniger. Sonst würden sich Carbonrahmen nicht so gut verkaufen.
Verstehe ich nicht, wieso sollte jemand, der sich aufgrund der Vorteile des Werkstoffs für einen Carbonrahmen entscheidet nicht trotzdem generell an Nachhaltigkeit interessiert sein?

Diese schwarz/weiss-Sicht, die bei diesem Thema noch mehr als bei anderen zu herrschen scheint ist mir ein Rätsel.
 
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